WM-Leader Jack Miller (Sturz): «Ein blöder Fehler»

Von Günther Wiesinger
Moto3
Jack Miller nach dem Crash in der Box

Jack Miller nach dem Crash in der Box

Moto3-WM-Leader Jack Miller verlor eingangs der letzten Runde zu viele Plätze, berührte dann Oliveira und stürzte. «Die WM-Situation stresst mich nicht», versicherte er.

Auf der Zielgeraden verlor Jack Miller zum Beispiel nach der 18. von 20 Runde vier Plätze, obwohl er als klarer Spitzenreiter aus der Zielkurve rausgebraust war.

Damit war klar: In der letzten Runde würden wir in diesem 10-Mann-Spitze einige höchst turbulente Szenen erleben.

Nach 19 Runden führte Fenati vor Müarquez, Rins und Miller, doch dann fiel Miller sogar an die achte Position zurück!

Im nächsten Augenblick stürzte Miller gemeinsam mit Márquez und Bastianini, es siegte Fenati unter dem Jubel der Tifosi vor Viñales und Rins.

Jack Miller sass nachher minutenlang enttäuscht in der Red Bull KTM-Box, er unterhielt sich mit Data-Recording-Techniker Patrick Unger, mit Stefan Kurfiss von WP Suspension und Teamchef Aki Ajo, ehe sich für die ersten Interviews bereitmachte, nach seinem ersten Nuller im sechsten WM-Rennen 2014.

«In der letzten Runde bin ich in der ersten Kurve von vielen, vielen Fahrern überholt worden. Also musste ich in der restlichen Runde alles unternehmen, um den Rückstand zu Platz 1 zu verkürzen, ich bin bis auf Platz 8 zurückgefallen... In diesem dichten Pulk war es sehr mühsam, Plätze gutzumachen. Als ich in diese Kurve kam, habe ich einige Gegner überholt. Ich dachte, mein Timing passt perfekt, ich war dann hinter Oliveira. Aber er musste plötzlich abrupt bremsen, weil vor ihm ein Durcheinander war. Ich habe seinen Hinterreifen berührt, ich musste das Motorrad aufrichten, im selben Moment hat Márquez meinen Hinterreifen gestreift... Es war meine Schuld. Ich habe wirklich einen Anfängerfehler gemacht.»

«Jetzt müssen wir auf andere Gedanken kommen und uns auf den Catalunya-GP konzentrieren», ergänzte der WM-Leader, der jetzt noch fünf Punkte vor Romano Fenati und 13 vor Alex Rins liegt.

Hat Miller zu früh attackiert? «Nein», versicherte er. «Ich dachte, mein Timing sei korrekt, ich wollte eingangs der letzten Runde an der Spitze sein. Ich wusste, am Ende der Zielgeraden würde ich dann vielleicht als Vierter einbiegen. Aber ich bin auf der linken Seite der Piste vor Kurve 1 eingeklemmt worden und konnte nicht einbiegen... Dann hat mich noch Bastianini noch innen überholt und mich rausgedrückt. In der nächsten halben Runde haben ich hart fighten müssen. Und dann haben ich diesen blödsinnigen Fehler gemacht.»

Fängt die WM jetzt wieder von vorne an? Fenati und Miller halten bei je drei Siegen, fünf Punkte trennen die beiden KTM-Stars.

Miller: «Es ist alles eng beisammen. Fünf Punkte, das ist derselbe Vorsprung, den ich nach dem Sieg beim Auftakt in Katar hatte. Das stresst mich nicht besonders. Ich bin nur von mir selber enttäuscht.»

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