KTM: Leichtes Kopfzerbrechen wegen Ventilfedern

Von Günther Wiesinger
Moto3
Die KTM-Box von Jack Miller: Bisher keine Probleme

Die KTM-Box von Jack Miller: Bisher keine Probleme

19 Fahrzeuge in der Moto3-Weltmeisterschaft sind mit Motoren von KTM und Husqvarna bestückt. Jetzt werden Probleme wegen einer Lieferung von Ventilfedern befürchtet.

Letzten Donnerstag wurden auf dem Sachsenring die letzten zwei der insgesamzt sechs erlaubten Moto3-Motoren von KTM und Husqvarna an die Teams ausgeliefert.

Die KTM-Techniker haben aber leichtes Bauchweh, weil eine Lieferung von Ventilfedern nicht der letztjährigen Qualität entspricht.

«Wir gehen halt bei allen Leistungsteilen ans Limit», meinte KTM-Motoren-Ingenieur Heinz Payreder gegenüber SPEEDWEEK.com auf die Frage, ob es bei den M32-250-ccm-Moto3-Triebwerken momentan Probleme mit der Lebensdauer gäbe. «Probleme ist übertrieben... Aber wir wollen mit jedem Motor 2500 km fahren. Bei manchen geht das gut, bei manchen haben wir Bedenken. Das liegt an den Ventilfedern. Wir haben einen Lieferanten, der nicht die Qualität geliefert hat, die wir 2013 hatten und die wir auch für 2014 erwartet haben. Wir gehen halt bei allem an die Grenzen... Und bei den Ventilfedern haben wir momentan ein Restrisiko. Während wir im Vorjahr problemlos 2500 km zurücklegen konnten, können wir das momentan nicht ganz genau gewährleisten.»

KTM kalkuliert im Schnitt mit 500 km pro GP-Wochenende und Motor, Ersatzmaschinen sind ja in der Moto3-Klasse verboten.

Die sechs Triebwerke müssten also 9000 km halten; für die Tests werden eigene Testmotoren (meistens revidierte Aggregate aus dem Vorjahr) eingesetzt. Würden die sechs erlaubten KTM-Motoren wirklich die angestrebten 2500 km halten, würde das eine Laufzeit von 15.000 km ergeben. «Wir haben also Reserven und haben auch schon Motoren, die in dieser Saison 2000 km gehalten haben», sagt Payreder.

Denn: Selbst wenn die Teams angehalten werden, die Motoren künftig bei 2000 km zu wechseln, könnten damit 12.000 km absolviert werden.

«Aber wir wollen Reserven», betont Payreder. «Es kann ja mal ein Motor bei einem Sturz beschädigt werden. Deshalb ist unser Plan, mit fünf Motoren pro Fahrer durch die Saison zu kommen, damit wir einen Motor für Ausnahmefälle in Reserve haben. Es ist zum Beispiel 2012 auf dem Sachsenring passiert, dass die Fahrer im Nassen losgefahren und dann im Trockenen angekommen sind. Da haben wir Motortemperaturen bis 120 Grad gehabt; diese Motoren mussten wir dann abschreiben.»

Bei KTM wird jetzt seit dem Barcelona-GP überlegt, ob man bei Technical Director Danny Aldridge einen Antrage stellen soll, die Motoren öffnen zu dürfen, um die Ventilfedern zu ersetzen. «Das wäre eine Frage der Sicherheit», sagt Ing. Payreder. «Aber wir wissen noch nicht, ob wir so einen Antrag wegschicken... Wir denken darüber nach. Momentan ist diese Angelegenheit kein Drama. Aldridge müsste den Antrag dann an die Grand Prix Commission weiterreichen, sie entscheidet dann.»              

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