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Freudenberg: «Wildcard-Kosten 40 Prozent gestiegen»

Seit Einführung der Moto3-Klasse stiegen die Kosten für Wildcard-Einsätze drastisch an. SPEEDWEEK.com sprach mit Teamchef Carsten Freudenberg über diese Entwicklung.

Moto3

Im Artikel erwähnt


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Auf dem Sachsenring traten in diesem Jahr zwei deutsche Piloten mit einer Wildcard an: Maximilian Kappler für das SaxoPrint Racing Team Germany und Jonas Geitner für das Freudenberg Racing Team. Doch bei den übrigen Grands Prix ist die Anzahl deutscher Wildcard-Piloten meist überschaubar.

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Doch Wildcard-Einsätze sind nötig, um das eigene Level im Vergleich zur Weltspitze auszuloten und um bei WM-Teams einen starken Eindruck zu hinterlassen.

Seit Einführung der Moto3-Klasse stiegen die Kosten für Wildcard-Einsätze jedoch drastisch an. SPEEDWEEK.com sprach mit Teamchef Carsten Freudenberg über die organisatorische und finanzielle Belastung, die Privatteams für einen Wildcard-Einsatz auf sich nehmen.

Carsten, auf dem Sachsenring erhielt Jonas Geitner die Chance, seinen ersten Wildcard-Einsatz in eurem Team zu bestreiten. Wie muss man sich den organisatorischen Aufwand vorstellen?

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Der organisatorische Aufwand war für uns nichts Neues, denn wir haben schon sechs oder sieben Wildcard-Einsätze absolviert: mit Luca Grünwald, Toni Finsterbusch und Daniel Kartheininger. Daher haben wir dabei schon ein bisschen Erfahrung. Vom Aufwand her gibt es kaum einen Unterschied zur IDM, aber technisch gesehen ist es schon etwas Anderes. Wir mussten nochmal bei der Elektronik investieren. Auch am Motorrad haben wir noch Verbesserung vorgenommen. Doch das war es uns wert, um dabei zu sein.

Auch finanziell ist es eine andere Geschichte als in der IDM.

Ja, das ist richtig. Doch es ist auch klar, dass dies das allerhöchste Level ist. Die IDM ist eine Nachwuchsserie, daher wäre es schlimm, wenn die Kosten dort wie in der Weltmeisterschaft wären. Es ist schon verständlich, dass es in der Weltmeisterschaft mehr Geld kostet.

Wie stark haben sich die Kosten eines Wildcard-Einsatzes in den letzten Jahren verändert?

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Das hat sich schon stark verändert. Es ist teurer geworden, bei den 125-ccm-Zweitaktern waren die Wildcard-Einsätze günstiger. Damals war die Elektronik noch nicht einheitlich. Die Vereinheitlichung trieb die Kosten schon in die Höhe. Es kostet heute etwa 40 Prozent mehr als früher. Aktuell kostet uns ein Wildcard-Einsatz etwa 15.000 bis 20.000 Euro. Früher lag er bei 10.000 bis 12.000 Euro. Das ist schon ein großer Unterschied.

Wie viel Prozent dieser Ausgaben könnt ihr durch Sponsoren-Gelder abdecken und wie viel stammt aus eigner Tasche?

Den größten Teil versucht man natürlich, über Sponsoren abzudecken. Das ist aber nicht immer möglich. Das Team leistet seinen Beitrag und auch der Fahrer spricht mit seinen Sponsoren. Es ist immer schwierig, aber man darf nicht jammern, sondern muss sehen, wie man es finanzieren kann.

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