Philipp Öttl (KTM): Rückkehr in Assen geplant

Von Sharleena Wirsing
Moto3
Hartmut Semsch von Ortema mit Philipp und Peter Öttl

Hartmut Semsch von Ortema mit Philipp und Peter Öttl

«Wenn es nur ein einfacher Bruch gewesen wäre, könnte ich früher zurück sein, doch der Knochenabbruch an der Elle kostet weitere zwei Wochen», erklärte Philipp Öttl gegenüber SPEEDWEEK.com.

Philipp Öttl, der in Austin mit der Pole-Position und Platz 4 geglänzt hatte, zog sich bei seinem Sturz in Le Mans einen Bruch der Speiche nahe des rechten Handgelenks und einen Knochenabbruch am Griffelfortsatz der Elle zu. Noch während des MotoGP-Rennens machte sich das Schedl-Team auf den Heimweg nach Deutschland, wo Öttl am Montagmorgen (9. Mai) um 11 Uhr von Dr. Margarita Hoegele in der Klinik für Handchirurgie und Plastische Chirurgie in Markgröningen im Landkreis Ludwigsburg operiert wurde.

Die Operation verlief erfolgreich, der Bruch der Speiche wurde mit einer Platte fixiert, doch der Knochenabbruch am Griffelfortsatz der Elle muss ohne Fixierung heilen. Am vergangenen Donnerstagmittag durfte Öttl das Krankenhaus verlassen. «Ich muss das Handgelenk noch ruhigstellen. Am 23. Mai habe ich den nächsten Termin bei Ortema, dann wird sich herausstellen, ob der abgebrochene Knochen wieder angewachsen ist. Wenn er angewachsen ist, kann man mehr sagen. Im Moment müssen wir abwarten. Ich denke aber nicht, dass noch eine zweite Operation nötig ist.»

«Ich erfahre bei diesem Termin eher, wie ich weiter trainieren kann. Am Dienstag hatte ich nach der Physiotherapie Schmerzen, aber das war eigentlich das einzige Mal. Ich kann meine Hand mittlerweile wieder gut bewegen, aber zwei Finger fühlen sich noch pelzig an, wie eingeschlafen. Das wurde schon etwas besser, ich versuche im Moment, die Hand im Alltag etwas mehr einzubinden, denn mit einer Hand ist es schwierig. Ich versuche schon, ein bisschen das Greifen zu üben.»

Am 23. Mai wird bei Ortema auch besprochen, wie die Orthese aufgebaut sein wird, die Öttl bei seinem Comeback unter seinem Leder tragen wird, um sein angeschlagenes Handgelenk zu unterstützen und zu entlasten.

Kannst du schon abschätzen, wann du in die Weltmeisterschaft zurückkehren kannst? «Ja denke schon, dass ich in Assen zurück sein kann. Vielleicht werde ich schon in Barcelona vor Ort sein, aber ich denke, dass ich erst in Assen wieder fahren werde. Dort könnte ich wieder fit sein. Wir müssen abwarten, aber ich denke, Assen ist ziemlich sicher. Nach Mugello reise ich nicht. Wenn es ein einfacher Bruch gewesen wäre wie bei Bastianini, dann könnte ich früher zurück sein, wahrscheinlich schon in Barcelona, aber durch den Knochenabbruch an der Elle ist es schwieriger.» Der Grand Prix in Assen findet zwei Wochen nach dem Barcelona-GP statt: 24.-26. Juni.

Kannst du schon wieder etwas trainieren? «Ich werde am heutigen Mittwoch wieder in das Fitnessstudio gehen und mich am Freitag auch wieder auf das Rad setzen. Ich muss mal abwarten, denn bisher geht es mit den Schmerzen ganz gut. Nun habe ich schon täglich Physiotherapie, was sehr gut läuft», berichtete der 20-Jährige.

In Mugello wird Öttl im Team Schedl GP Racing von Lorenzo Dalla Porta ersetzt, der seit dem Moto3-WM-Lauf in Brünn 2015 bei LaGlisse anstelle von Isaac Vinales in der Moto3-Weltmeisterschaft antrat. Beim Regenrennen in Silverstone gelang ihm mit Platz 8 sein bislang bestes GP-Ergebnis. Doch als sich das LaGlisse-Team 2016 wegen finanzieller Probleme aus der Moto3-WM zurückziehen musste, fand Dalla Porta keinen neuen WM-Platz und tritt nun für LaGlisse in der Junioren-WM an. In Le Mans siegte er dort.

«Es war wichtig, dass Dalla Porta bereits in der Weltmeisterschaft unterwegs war und in der Junioren-WM stark ist. Auch für KTM ist das so eine gute Lösung. Einer der deutschen Fahrer kam daher nicht in Frage. Die Entscheidung hat allein mein Vater getroffen. Damit hatte ich jetzt nichts zu tun. Ich denke aber, dass das gut passt. Er ist ein schneller Fahrer mit Erfahrung. Er weiß, was er tut», ist Öttl überzeugt.

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