Efren Vazquez: «Froh über den Testfahrer-Job bei KTM»

Von Jordi Gutiérrez
Moto3
Efren Vazqzez beim KTM-Test in Spielberg

Efren Vazqzez beim KTM-Test in Spielberg

Efren Vazquez hat zwei schwierige Jahre hinter sich. Zuerst die würdelose Entlassung aus dem Racing Team Germany, dann der Reinfall mit zwei Moto2-Teams und der Unfall 2016 in Texas.

Der 29-jährige Spanier Efren Vazquez, 2014 zweifacher Moto3-GP-Sieger im Racing Team Germany auf der Honda NSF 250RW, agiert jetzt nach dem gescheiterten Umstieg in die Moto2-Klasse bei KTM als Testfahrer für die Moto3-WM.

In der Moto2-WM 2o16 sollte Vazquez eigentlich bei Iodaracing fahren, doch dieser Rennstall übersiedelte im Februar in die Superbike-WM, mit Aprilia und Alex De Angelis. Das Moto2-Team von Iodaracing wurde zugesperrt.

Vazquez bekam dann einen Vertrag beim malaysischen Team Composite FGV, welches im Winter die Teamplätze von JP-Malaysia-Team übernommen hatte. Eigentlich sollten dort Azlan Shah und Ricky Cardus auf Kalex fahren. Doch dieser Rennstall tauchte nicht beim ersten IRTA-Test auf, dafür sass Vazquez dann beim zweiten IRTA-Test auf einer Maschine des alten JP-Teams, das einen neuen Versuch in der WM startete, aber finanziell auf wackligen Beinen stand und deshalb Suter-Material einsetzte. Doch inzwischen ist diese Truppe von Massimo Biagini wieder aus der WM verschwunden.

Am Dienstag und Mittwoch dieser Woche übte Routinier Vazquez in Spielberg/Österreich, wobei es in erster Linie um Motorkomponenten für 2017 ging.

Efren, du bist mit der Moto2-Suter im Qualifying in Austin schwer gestürzt. Seither war von dir nicht mehr viel zu sehen. Wie geht es dir?

Ich denke, ich bin zu 100 Prozent wiederhergestellt. Nach dem Crash habe ich mich sehr stark mit der Überlegung befasst, bei welchem Rennen ich wieder in die Moto2-Klasse zurückkehren sollte. Aber das malaysische Team hat sich dann aus der WM zurückgezogen. Wir haben einen großen Teil des Budgets bereits bezahlt gehabt.
Wir wissen nicht, was sie mit dem Geld gemacht haben, es ist verschwunden. Nach zwei, drei Rennen sagten sie plötzlich, sie brauchen zusätzlich 100.000 Euro, um die offenen Rechnungen von 2015 zu bezahlen. Da ging es um Leihwagen-Rechnungen, Gehälter von Mechanikern und so weiter.
Wir sagten, wir haben mit diesen Schulden nichts zu tun. Wir haben einfach pünktlich die monatlichen Raten überwiesen, die für 2016 vereinbart waren. Doch das Team beharrte auf die zusätzlichen 100.000 Euro. Wir waren überrascht.
Wir hatten wirklich kein Interesse daran, mit unserem Sponsorgeld von 2016 die Kosten von 2015 abzudecken. Also haben wir gesagt, unter diesen Voraussetzungen steigen wir lieber aus. Das Team war inzwischen im Besitz eines Chinesen... Er ist reich, aber er wollte nicht die ganze Saison allein finanzieren.
Also wurde das JP-Team aus der WM zurückgezogen. Ich hatte dann keine Aufgabe für die restliche Saison. Deshalb war ich dankbar, als mich KTM als Moto3-Testfahrer engagiert hat.

Bist du auch für manche Moto2-Tests vorgesehen?

Nein, nur für Moto3. Ich konzentriere mich darauf, Brad Binder zu gut wie möglich zu unterstützen, damit er diese Weltmeisterschaft gewinnen kann. Ausserdem haben wir die Aufgabe, den KTM-Piloten für 2017 das bestmögliche Motorrad hinzustellen.
Ich bin sehr motiviert. Und ich pflege jetzt nach vielen GP-Jahren in der zweiten Saisonhälfte einen anderen Lebensstil, weil ich nicht mehr alle zwei Wochen einen Grand Prix bestreite...
Aber ich bin happy mit meiner Entscheidung. Ich bin froh, dass ich wieder eine Aufgabe habe, bei der ich meinen Erfahrungsschatz mit anderen Fabrikaten ud aus der Moto3-WM gut nützen kann. Ich kann den KTM-Ingenieuren viele Informationen und Kommentare zum Motor und zum Chassis geben.
Wir werden sehen, was sich für 2017 ergibt.

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