Nicolò Bulega: «Bisher in jeder Meisterschaft Siege»

Von Thomas Baujard
Moto3
Nicolò Bulega kämpft derzeit um den Titel «Rookie oft he Year» in der Moto3-Klasse. SPEEDWEEK.com sprach mit dem Rossi-Schützling über seine Anfänge im Motorradsport und die VR46 Academy.

Als Gesamtfünfter mit 113 Punkten ist Nicolò Bulega aktuell nicht mehr der erfolgreichste Rookie der Moto3-WM in dieser Saison, denn Österreich-Sieger Joan Mir zog am Italiener vorbei. Mir sammelte seit dem Österreich-GP 29 Punkte mehr als Bulega, bei Fabio Di Giannantonio waren es 15 mehr. Da Bulega in Aragón in der ersten Runde bereits aus dem Rennen befördert wurde, verlor er WM-Rang 4 an Mir. Bulega liegt als WM-Fünfter nun vier Punkte hinter Mir und nur zwei vor Honda-Pilot Di Giannantonio aus dem Gresini-Team.

Bulega will einmal in die Fußstapfen seines Mentors Valentino Rossi treten. Diesen Traum verfolgt er schon seit Kindertagen. «Als ich acht Monate alt war, saß ich auf einem Elektro-Bike, aber daran erinnere ich mich nicht mehr. Mit drei Jahren habe ich mit Karts begonnen. Ein Jahr später fuhr ich Minibike, mit sieben Jahren bestritt ich mein erstes Rennen, mit elf dann Mini-GP. Diese Bikes gibt es mit 50, 70 und 80 ccm, aber ich fuhr nur die mit 50 ccm. Dann fuhr ich in der Pre-GP-Meisterschaft eine 125er-Maschine mit 35 PS. 2013 folgte die Junioren-WM mit einer Moto3-Maschine. Bisher konnte ich in jeder Meisterschaft gewinnen», erklärte der 16-Jährige aus Montecchio Emilia, der 2015 Junioren-Weltmeister wurde.

Wie kam der Kontakt mit der VR46 Academy zustande? «Das war 2012, weil mein Vater Graziano Rossi kennt», erklärte Bulega, dessen Vater Davide in der 250er-WM unterwegs war. «Graziano sagte zu meinem Vater: ‹Komm mit Nicolò zur Ranch, denn ich will ihn Valentino vorstellen.› Ich war unglaublich nervös. Es lief dann nicht schlecht, aber beim ersten Mal ist die Strecke auf der Ranch sehr schwierig, denn ich war auch noch nie mit einer solchen Maschine unterwegs. Valentino fuhr damals mit mir. Das hatte ich mir vorher nicht vorstellen können. Es war unglaublich. Nach einem gehörte ich dann zur Academy. Das war im November 2013. Es war wie ein Traum, eigentlich ist es noch immer ein Traum für mich.»

Was hast du durch das Training mit Valentino gelernt? «Ich glaube wirklich, dass es das beste Training für mich ist, wenn ich auf der Ranch bin und mit Valentino trainiere, denn wir haben immer großartige Kämpfe – wie in der Moto3-Klasse. Alle Fahrer wollen gewinnen, es ist also nicht nur ein Training, sondern auch ein echtes Rennen. Ich denke, das macht es zum besten Training. Man trainiert dadurch nämlich, sehr konzentriert zu bleiben. Das ist sehr wichtig.»

2017 soll Bulega für das VR46-Team in der Moto3-Klasse auf Titeljagd gehen.

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