Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Cal Crutchlow überlegt: LCR – oder Markenwechsel?

Von Günther Wiesinger
Cal Crutchlow

Cal Crutchlow

Cal Crutchlow gibt bereits nach dem dritten Grand Prix eine Stellenbewerbung für 2018 ab, ist aber bei LCR-Honda «sehr, sehr happy».

Erleichterung beim LCR-Honda-Team nach Platz 3 von Cal Crutchlow in Argentinien, denn bei den letzten zwei Rennen 2016 und beim Katar-GP 2017 war der Brite durch Stürze ausgeschieden.

Und während LCR-Honda-Teambesitzer Lucio Cecchinello beim Malaysia-Test anfangs Februar verriet, er wolle Crutchlow auch für 2018 an LCR-Honda binden und ihm einen HRC-Vertrag und echte Werksmaschinen verschaffen, lässt Crutchlow jetzt durchblicken. er könne sich auch einen Markenwechsel vorstellen.

Cal Crutchlow will einfach so früh wie möglich alle Möglichkeiten ausloten, deshalb gib er bereits nach dem zweiten Saisonrennen quasi eine Stellenbewerbung ab.

«Das nächste Ziel ist es, vielleicht irgendwas zu probieren», stichelt der zweifache MotoGP-Sieger. Er erwähnte, das müsse nicht unbedingt Honda-Material sein. Fügte aber im selben Atemzug an, er sei in seinem jetzigen Umfeld «sehr, sehr glücklich.»

Klar, Crutchlow ist 31 Jahre alt, er war nur 2014 in einem Werksteam und kam damals mit der Ducati nicht zurecht.

Wenn er irgendwann MotoGP-Weltmeister werden will, muss er sich sputen.

«Ich habe gezeigt, dass ich mit jedem Fabrikat schnell sein kann», hielt der Engländer im Gespräch mit den Kollegen von crash.net fest, der in Termas de Río Hondo seinen 13. Podestplatz in der Königsklasse erzielt hat.

«Mein nächstes Ziel ist es, vielleicht etwas anderes auszuprobieren. Oder vielleicht fahre ich etwas, womit ich schon unterwegs war.» (Das wäre dann Material von Yamaha oder Ducati).

Und dann fügte Cal rasch an: «Ich bin sehr happy dort, wo ich jetzt bin. Mein Vertrag läuft aber am Saisonende aus, das ist bekannt. Ich habe ein Angebot und könnte bleiben, das ist sicher.»

Lucio Cecchinello hat im Vorjahr ein Angebot von Suzuki gehabt, es aber beim Mugello-GP abgelehnt. Er hat jetzt bereits ein Handshake-Agreement mit HRC für 2018, er betreibt seit 2006 (er begann mit Casey Stoner) ein Honda-Kundenteam.

Aber bisher ist nichts in Stein gemeißelt. Suzuki sucht immer noch ein Top-Kundenteam.

Cecchinello hält sich momentan bedeckt. «Wir bewegen uns in einem sehr konkurrenzfähigen Marktumfeld», sagt er kryptisch.

Fakt ist: Auch Marc VDS Racing (jetzt mit Miller, Rabat unterwegs) will mit Honda weitermachen, die Belgier haben von Bier-Milliardär die Sponsorship-Zusage für fünf weitere Jahre.

«Marc-VDS-Teammanager Bartholemy ist offenbar tüchtiger als ich», sagte Cecchinello gegenüber SPEEDWEEK.com «Ich habe in 24 Jahren noch nie einen Sponsor gefunden, der mit für fünf Jahre zugesagt hat.»

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