MotoGP

Ramon Forcada: Bei Yamaha mit Pedrosa statt Viñales?

Von - 03.07.2018 11:58

Petronas-Yamaha will für Dani Pedrosa einen namhaften Crew-Chief verpflichten: Ramon Forcada, im Yamaha-Werksteam jahrelang Crew-Chief von Lorenzo und jetzt von Viñales. Und es gibt andere Techniker-Wechsel.

Nicht nur der Fahrermarkt in der MotoGP-Weltmeisterschaft trieb in diesem Jahr wilde Blüten. Nicht weniger turbulent geht es auf dem Transfermarkt der renommierten Crew-Chiefs zu.

Während Marc Márquez bei Repsol-Honda seit seinem ersten MotoGP-Jahr auf seinen treuen Moto2-Crew-Chief Santi Hernandez vertraut, hat Dani Pedrosa bei HRC in den letzten fünf Jahren drei unterschiedliche Chefmechaniker gehabt: Nach 2014 ging Mike Leitner zu KTM, der damalige Data-Recording Ingenieur Ramón Aurín übernahm seinen Platz für zwei Jahre. Seit 2017 kümmert sich der ehemalige Pramac-Ducati-Crew-Chief Giacomo Guidotti um die Honda RC213V von Pedrosa.

Guidotti soll jetzt zum Aprilia Racing Team Gresini wechseln und dort die Betreuung von Andrea Iannone übernehmen. Schon Vater Fabrizio Guidotti war sein halbes Leben lang bei Aprilia als Techniker im Einsatz.

Für die Repsol-Honda von Jorge Lorenzo wird noch ein erfolgreicher Crew-Chief gesucht. Im Gespräch ist unter anderem Ramón Aurín, der nach 2016 bei LCR für Jack Miller tätig war und jetzt für Takaaki Nakagami zuständig ist.

Das neue SIC-Petronas-Yamaha-Team hat Ramon Forcada ein Angebot gemacht, der zuerst mit Jorge Lorenzo bei Yamaha erfolgreich war und seit 2017 dort dessen Nachfolger Maverick Viñales betreut. Forcada soll bei SIC-Petronas für Pedrosa arbeiten, wenn ein Fahrervertrag mit dem Haudegen zustandekommt.

Petronas-Teamkollege Franco Morbidelli will von Marc VDS-Honda seinen italienischen Landsmann Diego Gubellini als Chefmechniker mitbringen, der bei Aprilia eineinhalb Jahre lang Stefan Bradl betreut hat und dann Gresini nach 20 Jahren verließ. Er arbeitete bei Marc VDS 2017 für Tito Rabat, jetzt für Franco Morbidelli.

Die Zusammenarbeit zwischen Viñales und Forcada war seit Le Mans 2017 nicht sehr erfolgreich, seither ist Maverick sieglos. In Assen wurde er sogar von seinem Suzuki-Nachfolger Rins besiegt.

Deshalb holt Viñales jetzt Manuel Cazeux für 2019 in seine Box, der früher bei Ducati war, ihn dann zwei Jahre bei Suzuki betreut hat und sich jetzt um die Suzuki GSX-RR von Alex Rins kümmert, der in Assen Zweiter wurde.

Valentino Rossi wird 2019 bei Movistar-Yamaha weiter mit Silvano Galbusera zusammenarbeiten, der 2012 statt Jeremy Burgess bei VR46 als Crew-Chief an Bord gekommen ist.

In Barcelona war Christian Gabarrini, der 2007 mit Stoner bei Ducati Weltmeister wurde und ihn dann zu Repsol-Honda (Titelgewinn 2011) begleitete, noch unschlüssig, ob er seinen aktuellen Schützling Jorge Lorenzo von Ducati Corse zu Repsol-Honda begleiten soll. Inwischen hat er sich entschieden: Er betreut 2019 bei Pramac-Ducati den schnellen Moto2-WM-Leader Pecco Bagnaia.

Denn Danilo Petrucci bringt von Pramac seinen Crew-Chief Daniele Romagnoli zu Ducati Corse mit.

Vom Crew-Chief von Andrea Dovizioso ist wenig zu hören. Der Vizeweltmeister hat 2016 den Italiener Alberto Giribuola statt Christian Pupulin in seine Box geholt.

«Alberto Giribuola ist ein Elektronik-Ingenieur, der in Doviziosos Crew 2013 und 2014 gearbeitet hat. 2015 betrauten wir ihn mit der Rolle als Technischer Koordinator bei Pramac», sagte Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti. «2016 wurde er Doviziosos Crew-Chief statt Christian Pupulin, der stattdessen Albertos Position übernahm. Wir dachten, dass diese Änderung eine gute Idee ist, um Dovi neue Motivation zu geben. Nichts darf dem Zufall überlassen werden, wenn man nach Perfektion strebt.»

Bei Red Bull KTM wird sich der Neuseeländer Paul Trevathan auch künftig um die RC16 von Pol Espargaró kümmern. Esteban Garcia, jetzt Crew-Chief von Bradley Smith, könnte wieder zu Testfahrer Mika Kallio zurückkehren, denn für Johann Zarco wurde Marcus Eschenbacher engagiert, der seit Beginn der Saison 2017 bei Aleix Espargaró im Aprilia-Werksteam tätig ist.

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