Was Rossi & Co. MotoGP-Rookie Oliveira zutrauen

Von Nora Lantschner
MotoGP
Valentino Rossi und Marc Márquez: Die zukünftigen Konkurrenten im Blick

Valentino Rossi und Marc Márquez: Die zukünftigen Konkurrenten im Blick

Miguel Oliveira ist einer von vier Moto2-Piloten, die 2019 in die MotoGP-Klasse aufsteigen. Marc Márquez, Valentino Rossi und Jorge Lorenzo beobachten den zukünftigen Red Bull KTM Tech3-Fahrer schon länger.

Mit Miguel Oliveira kommt der erste portugiesische Pilot in die MotoGP-Klasse. Seine Karriere verfolgte auch der fünffache MotoGP-Weltmeister Marc Márquez aufmerksam: «Ich kenne Miguel schon lange, weil er in der spanischen Meisterschaft groß geworden ist. Er hat sich gut entwickelt. Natürlich beendet er die Moto2-WM nicht auf die bestmögliche Weise», meinte der Spanier mit Blick auf die Moto2-Weltmeisterschaft 2018, in der sich Francesco Bagnaia ein Rennen vor Schluss die Krone gesichert hatte.

Vizeweltmeister Oliveira gelang beim Saisonfinale in Valencia aber ein perfekter Abschied: Neben dem GP-Sieg konnte das Team Red Bull KTM Ajo auch den Gewinn der Teamweltmeisterschaft bejubeln.

Nach insgesamt zwölf Siegen in den kleineren Klassen, jeweils sechs in der Moto3- und in der Moto2-Kategorie, tritt der 23-Jährige 2019 für das Team Red Bull KTM Tech3 in der höchsten Kategorie der Motorrad-WM an.

«Er hat Zeit, das ist das Wichtigste. Er kommt als Rookie und hat Zeit, mit KTM zu arbeiten – und er ist ein Junge, der immer arbeitet. Wenn du das machst und dein Ziel verfolgst, wirst du es am Ende auch erreichen», ist sich Márquez sicher.

Sein Landsmann Jorge Lorenzo sah es ähnlich: «Ich glaube, Miguel ist eines der größten Talente in seinem Alter. Er hat mit Maverick [Viñales] gekämpft, in den ersten zwei Jahren aber nicht so gute Ergebnisse erzielt. Aber jetzt konnte er mit guten Bikes den Speed und das Talent zeigen, die er immer hatte. Es ist interessant, dass ein Portugiese in die MotoGP-Klasse kommt, ich glaube, er ist der einzige in der Geschichte Portugals. Mit einer guten Entwicklung und nicht so vielen Stürzen erwartet ihn eine gute MotoGP-Karriere.»

«Wir haben Oliveira natürlich auch das ganze Jahr über verfolgt, weil er für uns ein großes Problem war», gab Valentino Rossi zu. Oliveira war im Moto2-WM-Kampf der größte Widersacher seines Schützlings Bagnaia aus dem Sky Racing Team VR46. «Oliveira ist sehr stark und schnell und ich glaube, dass er auch in der MotoGP-Klasse ein wirklich guter Fahrer sein kann. Er kann gewinnen, aber er macht auch nie Fehler. Er hat die ganze Saison über nie einen Nuller gemacht», lobte der Yamaha-Star.

«Ich glaube, die nächste Saison wird interessant, mit ihm und Pecco [Bagnaia], weil sie auch eine gute Situation vorfinden, sie haben gute Teams und gute Motorräder. Ich glaube, dass sie stark sein können», vermutete Rossi. Moto2-Weltmeister Bagnaia gibt sein MotoGP-Debüt mit Pramac Ducati. Die ersten Testfahrten für die neue Saison stehen am Dienstag und Mittwoch in Valencia an.

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