Hervé Poncharal (Tech3-KTM): Wie lange noch?

Von Günther Wiesinger
MotoGP

Tech3-Teambesitzer Hervé Poncharal hat Verträge bis Ende 2021. Aber der 62-jährige Franzose kann sich vorstellen, mit Red Bull und KTM bis Ende 2026 weiterzumachen.

Der Vertrag zwischen KTM, Red Bull und Tech3-Teambesitzer Hervé Poncharal wurde für drei Jahre vereinbart, er gilt für die WM-Klassen Moto2 und MotoGP. Dazu hat der Tech3-Rennstall mit dem Mineralölkonzern elf ebenfalls einen Deal bis Ende 2021 vereinbart.

Mit Interesse hat Tech3-Teamchef Poncharal kürzlich auf SPEEDWEEK.com gelesen, dass der KTM-Vorstandsvorsitzende Stefan Pierer den MotoGP-Vertrag mit Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta nach 2021 auf fünf weitere Jahre ausdehnen wird bis Ende 2026.

Poncharal wurde soeben 62 Jahre alt und kann sich gut vorstellen, sein renommiertes Team bis 2026 weiterzuführen. «Carmelo sagt mir immer, ich hätte noch viele Jahre vor mir, denn er ist 73 Jahre alt und noch voll im Geschäft», erzählte der Franzose, dessen Team im Jahr 2000 mit Yamaha in der 250er-WM und den Fahrern Olivier Jacque und Shinya Nakano die Plätze 1 und 2 belegte. Das Tech3-Team bestreitet 2019 seine 30. GP-Saison.

In der Red Bull-KTM-Familie hat Poncharal mit dem fünffachen Motocross-Weltmeister Roger DeCoster, der als Teammanager und unschlagbarer Talent Scout seit 2011 für die Supercross-Erfolge in Amerika sorgt, ein leuchtendes Vorbild. Der Belgier hat im August 2018 mit 74 Jahren bei KTM einen neuen Drei-Jahres-Vertrag bis Ende 2022 unterschrieben. Der jung gebliebene DeCoster, der wie Lance Armstrong den Texas-GP besuchte, bezeichnet Bernie Ecclestone als Beispiel, der mit 86 Jahren noch die Formel-1-WM gemanagt hat.

«Ich kenne Roger und habe sehr viel Respekt vor ihm», räumt Poncharal ein. «Aber ich glaube, auch wenn ich mich nicht mit ihm vergleichen will, dass man als Teambesitzer in der Moto2 und MotoGP viel mehr Stress hat als als Motocross-Teammanager. Denn man muss riesige Budgets finden. Roger ist schlauer als ich. Im Motocross ist der Fahrer noch entscheidender als im GP-Sport. Und Roger muss sich weniger um wirtschaftliche Belange kümmern. Aber Respekt, wenn er jetzt bis 77 arbeiten will. Hut ab.»

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