Neues Streckenlayout in Indy: MotoGP nur zweite Geige

Von Matthias Dubach
MotoGP
Die Strecke in Indianapolis wird um 356 Meter verkürzt, zwei Kurven verschwinden durch den Umbau ganz. Aber die Strecke wurde wieder für den Uhrzeigersinn konzipiert.

Der Grand Prix in Indianapolis stand für die Austragung 2014 lange auf der Kippe, aber durch die Zusicherung von Umbauarbeiten konnte der Indy-GP im Kalender gehalten werden. Er wird am 10. August stattfinden. Dafür musste aber Laguna Seca über die Klinge springen, drei Rennen in den USA wie 2013 wollte GP-Promoter Dorna nicht dauerhaft zulassen.

Auf dem Indianapolis Motor Speedway haben die Umbauarbeiten schon im Oktober begonnen, in der letzten Woche konnte dank guten Wetters mit der neuen Asphaltierung begonnen werden. Der wellige Belag auf der Strecke im Infield des Superspeedways war ein Hauptkritikpunkt der Fahrer, ausserdem gab es drei verschiedene Beläge.

Die Streckenführung wird ausserdem an vier Stellen teilweise stark verändert, die Länge schrumpft von 4,218 km auf 3,862 km.

Die enge Kurve Nummer 4, wo sich Ben Spies dieses Jahr eine erneute schwere Schulterverletzung zuzog und später die Karriere beendete, verschwindet aus dem Layout. Nach der unverändert schnellen ersten Kurve folgt neu eine Rechts-Links-Kombination ohne die vorherige Erste-Gang-Haarnadel. Neu wird auch die Passage mit den Kurven 7, 8 und 9. Dank neuer Kurvenradien werden diese Ecken schneller.

Kein hartes Bremsen mehr nach der Gegengerade

Der Bereich nach der Gegengeraden (bisher Kurven 10, 11 und 12) wird komplett neu gestaltet. Die gute Überholmöglichkeit nach der Geraden wird nicht mehr existieren, es wird ein schneller Links-Rechts-Knick gebaut. Dafür wird die frühere Kurve 13, die unverändert bleibt, neue Möglichkeiten bieten einen Gegner zu passieren, weil das Anfahrtstempo höher sein wird. Die letzte Kurve vor der Wiedereinfahrt auf die Start-Zielgerade bekommt einen leicht anderen Radius und biegt früher auf das Oval ein.

Das Layout hat nach dem Umbau nur noch schemenhafte Ähnlichkeiten mit der Strecke, die einst für die Formel 1 in das Oval gepflanzt wurde. Während die F1 im Uhrzeigersinn unterwegs war, galt für die Motorräder stets der Gegenuhrzeigersinn.

Grand Prix of Indianapolis für die Indycars

Die Verantwortlichen des IMS, eine der am professionellsten geführten Rennanlagen der Welt, schlagen mit dem jüngsten Umbau zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Amerikaner konnten sich den Verbleib der MotoGP-WM sichern – in erster Linie galt das Interesse aber dem Autosport, denn für die Indycars wird neben dem legendären Indy 500 auf dem Oval erstmals auch ein Rennen auf dem Strassenkurs (im Uhrzeigersinn, das erklärt die Nummerierung der Kurven in der Grafik der neuen Streckenführung links) ausgetragen: Der Grand Prix of Indianapolis am 10. Mai 2014.

Dem Indy-Grand-Prix der MotoGP dürfte es bei der Promotion in den USA aber nur bedingt helfen, dass es 2014 nun auch einen genau so genannten Grand Prix der viel populäreren Indycars gibt…

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