Andrea Iannone: Ein Kandidat fürs Ducati-Werksteam?

Von Oliver Feldtweg
MotoGP

Ducati-Rennchef Gigi Dall'Igna freut sich über die starken Leistungen von Andrea Dovizioso, wartet auf eine Steigerung bei Cal Crutchlow – und lobt Andrea Iannone.

Gigi Dall'Igna soll Ducati Corse als neuer General Manager in der MotoGP-WM wieder an die Spitze heranbringen. Momentan sind in den Rennen Rückstand von 22 bis 28 Sekunden noch an der Tagesordnung.

Aber die Ergebnisse haben sich gegenüber 2013 verbessert, auch weil Ducati die Vorzüge der Open Class geniesst: weichere Hinterreifen, 24 statt 20 Liter Sprit im Rennen, zwölf statt fünf Motoren, weniger Testverbote, Motorenentwicklung nicht eingefroren.

Diese Erleichterungen bekam Ducati im Winter zugesprochen, weil das Team 2013 keinen GP-Sieg errungen hat.

Eine «Lex Ducati».

Doch Gigi Dall'Igna plagen einige Sorgen. Zum Beispiel kommt Neuzuzugang Cal Crutchlow mit der giftigen Desmosedici überhaupt nicht zurecht. Er wäre nicht der erste Spitzenfahrer, der an der roten Bestie scheitert. Gibernau, Melandri, Hayden, Rossi und andere Asse können ein Lied davon singen.

Gigi, Andrea Dovizioso hat viel mehr Punkte als jeder andere Ducati-Fahrer erobert. Er wird aber jetzt auch mit anderen Herstellern in Zusammenhang gebracht. Wie sieht die Situation aus?

Dovizioso und Iannone waren vom ersten Tag an in diesem Jahr die Schlüsselfiguren bei der Weiterentwicklung unseres Projekts. Ich möchte sei beide wieder an Bord haben für 2015. Definitiv.

Wie schätzt du Cal Crutchlow ein? Er war verletzt?

Cal hatte im ersten Saisondrittel viel Pech. Er hatte technische Probleme, so kann man natürlich keine Rennen zu Ende fahren.
Er ist ein schneller Fahrer und ein richtiger Racer. Er zeigt seine besten Seiten immer im Rennen, da ist er stärker als viele andere. Er hat bisher sein ganzes Potenzial auf der Ducati noch nicht entfalten können.
In Le Mans hat Cal zum ersten Mal in diesem Jahr im Rennen keinen technischen Ärger gehabt.
Aber er muss seine beste Form noch finden, in psychologischer und körperlicher Hinsicht.

Andrea Iannone fährt nicht im Werksteam, aber er war in manchen Trainings bester Ducati-Fahrer. Wird er 2015 im Werksteam antreten?

Andrea Iannone hat gegenüber 2013 einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Er zeigt bessere Resultate, und er ist reifer geworden. Wenn du dich so stark entwickelst, können Fehler passieren. Leider hat er in den Rennen ein paar Patzer gemacht. Wie auch immer: Ich betrachte ihn als eines der grössten italienischen Talente für die Zukunft.

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