Stefan Bradl und das Geheimnis der perfekten Runde

Von Ivo Schützbach
Elektronik-Ingenieur Dirk Debus hat Stefan Bradl (Forward Yamaha) in Sepang Hinweise gegeben, in welchen Kurven er mehr pushen kann. Wie der Bayer versuchte, diese Tipps umzusetzen.

«Das war ganz interessant, als wir das durchgegangen sind», hielt Stefan Bradl fest. «Denn ich bin mit der Honda in drei Jahren in Sepang genau 26 Tage gefahren, das sind unendlich viele Runden. Jetzt sind ein paar Stellen dabei, wo ich merke, dass ich dort mit der Yamaha deutlich mehr pushen kann. Dirk hat mir das mit Hilfe der Daten einmal gezeigt. Das war ein super Anhaltspunkt für mich, weil ich wusste, ich kann dort mehr tun.»

«Dirk weiß, von was er spricht, er kann mir das ganz gut beibringen und hat eine Riesenerfahrung. Es ist echt gut, wie wir zusammenarbeiten, es ist schön, mal wieder deutsch zu sprechen. Es ist sehr kompliziert, was er da macht, aber er gibt mir gute Rückmeldungen und kann Vergleiche zu meinem ersten Test und Vergleiche zu seinen alten Fahrern ziehen. Am Montag war es zum ersten Mal so, dass wir vor einem Riesenproblem standen, aber ich bin deswegen nicht beunruhigt.»

Es geht um Dinge wie später bremsen, härter bremsen, das Motorrad früher aufrichten, Linienwahl etc. Bradl: «Er sagt mir genau, wo ich Zeit verliere, an welchen Punkten ich mehr Gas geben muss. Er sagt mir oft, dass es vom Bremsen her gut ist, dass ich vielleicht einen Tick früher einlenken soll und so den Ausgang besser vorbereite, solche Sachen. Er legt dann die Kurven auf dem Bildschirm übereinander und sagt mir, was ich ändern kann. Das ganze umzusetzen ist natürlich die andere Sache.»

Bei 290 km/h hast du den Kopf, um an solchen Details zu arbeiten? «Das ist nicht so schwierig», meinte der 25-Jährige zu SPEEDWEEK.com. «Schwieriger gestaltet sich, dass dabei eine bessere Rundenzeit herauskommt. Ich kann schon in der betreffenden Kurve probieren, das so zu machen, aber ich muss den Rest der Runde ja auch fertigfahren.»

Die Testzeiten mit Bridgestone in Sepang
Mittwoch (25. Februar), 18 Uhr Ortszeit

1.    Marc Márquez (E), Honda, 1:59,115 min
2. Jorge Lorenzo (E), Yamaha, 1:59,437
3. Cal Crutchlow (GB), Honda, 1:59,658
4. Andrea Iannone (I), Ducati, 1:59,722
5. Valentino Rossi (I), Yamaha 1:59,833
6. Bradley Smith (GB), Yamaha, 1:59,883
7. Dani Pedrosa (E), Honda, 2:00,048
8. Héctor Barberá (E), Ducati, 2:00,244
9. Aleix Espargaró (Suzuki), 2:00,275
10. Andrea Dovizioso (I), Ducati, 2:00,468
11. Pol Espargaró (E), Yamaha), 2:00,490
12. Danilo Petrucci (I), Ducati, 2:00,556
13. Yonny Hernandez (COL), Ducati, 2:00,603
14. Maverick Viñales (E), Suzuki, 2:00,604
15. Stefan Bradl (D), Yamaha, 2:00,685
16. Scott Redding (GB), Honda, 2:00,695
17. Nicky Hayden (USA), Honda, 2:00,813
18. Michele Pirro (I), Ducati, 2:00,875
19. Alvaró Bautista (E), Aprilia, 2:01,310
20. Mike di Meglio (F), Ducati, 2:01,487
21. Karel Abraham (CZ), Honda, 2:01,536
22. Jack Miller (AUS), Honda, 2:01,593
23. Eugene Laverty (IRL), Honda, 2:01,815
24. Loris Baz (F), Yamaha, 2:02,587
25. Alex De Angelis (RSM), ART, 2:03,300
26. Katsuyuki Nakasuga (J), Yamaha, 2:03,448
27. Marco Melandri (I), Aprilia, 2:03,569

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