Forward: Teilnahme am Indy-GP bisher fraglich

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Fassungslosigkeit machte sich heute bei Teammitgliedern von Forward Racing und den Sponsoren breit. Was die Verhaftung von Teamchef Giovanni Cuzari für den Fortbestand des Teams bedeutet, lässt sich nicht abschätzen.

Seit am späten Dienstagabend die Neuigkeit von der Verhaftung des Athinà-Forward-Teambesitzer Giovanni Cuzari durchgesickert ist, herrscht bei allen Teammitgliedern das grosse Rätselraten.

Inzwischen machen die Sponsoren den verbliebenden Teamverantwortlichen in den Büros am Schweizer Firmensitz der Firma Forward Team S.A. in der Via Lugano 18 in CH-6982 Agno das Leben schwer. Man kann sich vorstellen: Die Geldgeber fühlen sich durch die erschütternden Nachrichten vor den Kopf gestossen und verunsichert.

Da Forward-Eigentümer und Geschäftsführer Giovanni Cuzari alle Bankvollmachen besitzt und bisher nicht feststeht, wann er wieder auf freien Fuss kommt, ist momentan nicht gesichert, dass Forward Racing am 9. Agust beim US-GP in Indianapolis teilnehmen kann und genügend Geld für die restlichen neun Rennen zur Verfügung stehen wird.

Ob die Dorna auf irgendeine Art zumindest für die nächsten Rennen mit einer Überbrückungsfinanzierung einspringen wird, ist fraglich und eher nicht zu erwarten.

«Ich hatte heute Kontakt zu Teammanager Marco Curioni und meinem Crew-Chief Sergio Verbena», erzählte Stefan Bradl. «Aber momentan kann noch niemand sagen, wie es weitergeht.»

Betroffen sind auch das Moto2-Team mit Simone Corsi und Lorenzo Baldassarri, die Hospitality-Crew sowie das Team von Loris Baz mit Crew-Chief Andrea Oleari. Rookie Loris Baz liegt in der Open-Class mit 14 Punkten an zweiter Stelle hinter Héctor Barbera (19). Bradl ist Open-Class-Vierter mit neun Punkten.

Auch die beiden Deutschen Elektronik-Spezialisten Dirk Debus und Tex Geissler wissen nicht, wie es mit dem Rennstall weitergeht. Sie sind seit 2012 für das Forward-Team tätig, das 2014 mit Aleix Espargaró (Yamaha) die Open-Class gewann und den siebten WM-Rang erreichte.

«Wir machen uns Sorgen», war heute die einhellige Aussage diverser Teammitglieder.

«Ích denke, ich wäre nach dem Kahnbeinbruch für Indy zu 90 Prozent fit», erklärte Stefan Bradl. «Ich würde sehr gerne dort fahren, denn ich brauche dringend Punkte und ein paar Erfolgserlebnisse.»

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