Goubert (Michelin): «2016 auch Intermediate-Reifen»

Von Jordi Gutiérrez
MotoGP

Die MotoGP-Piloten testeten am Montag nach dem Grand Prix in Brünn die Michelin-Reifen für 2016. SPEEDWEEK.com sprach mit Michelin-Rennchef Nicolas Goubert.

Cal Crutchlow war beim Brünn-Test am Montag um 10:30 Uhr der erste Fahrer auf der feuchten Strecke. Allerdings absolvierte der Brite nur Dreharbeiten für Sponsor Castrol. Bike und Leder waren im Design von Castrol gehalten, die Reifen stammten von Michelin.

Kurz darauf nahm Danilo Petrucci aus dem Pramac-Team die Testarbeit auf. Alvaró Bautista, der für Aprilia eine neue, ausladendere Verkleidung testete, und Yonny Hernandez folgten ihm auf die feuchte Strecke. Später kamen die Tech3-Yamaha-Piloten Bradley Smith und Pol Espargaró dazu. Nach einem heftigen Regenschauer fuhren auch Aleix Espargaró für Suzuki und Andrea Dovizioso für Ducati einige Runden.

Die Slicks wurden für vorne und hinten mit zwei unterschiedlichen Karkassen, drei unterschiedlichen Mischungen vorne und zwei für hinten bereitgestellt. In Brünn kamen jedoch die Regenreifen viel öfter zum Einsatz.

Nach dem Ende des Tests um 18 Uhr sprach SPEEDWEEK.com mit Michelin-Rennchef Nicolas Goubert über die Fortschritte beim Brünn-Test.

Zerstörte das wechselhafte Wetter eure Pläne für diesen Test?

Wir kannten den Wetterbericht und wussten, dass die Strecke nass sein würde. Daher wussten wir, dass wir nur wenig Zeit auf trockenem Asphalt haben würden. Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden, denn es gab einige Fahrer, die für uns bei Nässe getestet haben. Das war nicht selbstverständlich, denn ich wollte sie nicht dazu drängen. Doch Andrea Dovizioso, die Tech3-Piloten, Aleix Espargaró und die Pramac-Jungs waren einverstanden. Wir hatten bisher noch keinen MotoGP-Test bei Regen, daher waren die wirklich nassen Bedingungen ideal.

Es standen für den Test auch Intermediate-Reifen zur Verfügung.

Ja, wir lieferten hier Intermediate-Reifen, weil sie auch im nächsten Jahr im Umfang unseres Reifenangebotes enthalten sein werden. Wir bereiten uns so auf das nächste Jahr vor. Sie sind sehr schwer zu testen, es ist trickreich. Doch wir machen uns um die Intermediates keine Sorgen. Wenn wir erst passende Set-ups für trockene und nasse Bedingungen erarbeitet haben, dann ist es nicht mehr schwer, einen passenden Intermediate-Reifen herzustellen.

Wie gestaltet sich die weitere Vorgehensweise von Michelin nach diesem Test?

Wir werden nun mit der Dorna sprechen, um zu sehen, ob es noch eine Möglichkeit gibt, einen echten Test bei trockenen Bedingungen zu absolvieren. Der Brünn-Test hätte bei trockenen Bedingungen stattfinden sollen, aber das war nicht der Fall. Wir hätten nun gerne einen Ersatz für diesen Test auf trockener Strecke. Wenn wir vor Valencia noch diesen Testtag erhalten, wären wir sehr zufrieden. Wir werden sehen. Vielleicht in Aragón, aber nicht bei den Übersee-Rennen. Es bleiben noch drei Rennen in Europa, bei denen ein Testtag als Ersatz für Brünn möglich wäre.

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