Stefan Bradl: «Fortschritt durch den Misano-Test»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl will beim Aragón-GP wieder in die Punkteränge fahren. Am liebsten vor seinem Teamkollegen Alvaró Bautista. Er fühlt sich nach dem Misano-Test gut gewappnet.

Stefan Bradl bestreitet auf dem MotorLand Aragón seinen fünften Grand Prix für das Aprilia Racing Team Gresini. Seit Dienstag ist sein Werksvertrag auch für die Saison 2016 offiziell.

Was rechnet sich der 25-jährige Bayer für den 14. Grand Prix in diesem Jahr aus?

Stefan, wie wird die Aprilia RS-GP zu dieser Strecke in Aragón passen?

Das weiss ich nicht. Das ist eine sehr abwechslungsreiche Strecke, mit abwechslungsreichen und engen Kurven. Aber es ist für mich schwierig einzuordnen, wie konkurrenzfähig wir hier sein könnten und wie gut die Piste zur Aprilia passt.
Wir werden sehen.
Ich bin auf jeden Fall mit den Fortschritten zufrieden gewesen, die wir beim Testen am Dienstag nach dem Misano-GP gemacht haben. Wir haben dort einiges herausgefunden und sind vor allem mit der neuen Schwinge vorwärts gekommen und mit der Kombination neues Chassis/neue Schwinge. In Misano war das ein Fortschritt.
Ich hoffe, dass diese positiven Erkenntnisse hier in Aragón bestätigt werden können. Aber wie es hier aussieht, werden wir erst Freitagfrüh im ersten Training sehen.
Die Strecke taugt mir eigentlich ganz gut. Aber es gibt auch lange Geraden, wobei der Top-Speed nicht gerade unsere Stärke ist. Ich denke aber trotzdem, dass wir Chancen haben können.
Die Ziele bleiben unverändert. Ich möchte im Qualifying unter die Top-15 und im Rennen Punkte holen.

Bei den ersten vier Grand Prix bei Aprilia warst du im Qualifying jeweils stärker als Bautista, im Rennen war er schneller. Deshalb willst du deine Rennperformance verbessern. Du willst ihn demnächst auch im Rennen besiegen. Aber hier ist er der Hausherr.

Ich darf es nicht mit Gewalt versuchen, sondern muss schauen, dass ich auch in den Trainings wieder meine Leistungen abrufen und im Rennen vom Testtag in Misano profitieren kann. Ich habe dort das Motorrad noch besser kennengelernt.
Ich habe inzwischen auch vom technischen Stand am Motorrad dieselben Voraussetzungen wie Bautista.
Ich hoffe, dass es mir jetzt einmal gelingt, ihn auch im Rennen zu besiegen. Aber er hat nach wie vor den Vorsprung der 15 Testtage im Wnter und Frühjahr und der zusätzlichen neun Rennen mit Aprilia. Alvaró kann den Reifenverschleiss besser einschätzen; ich musste das alles erst in kürzester Zeit kennenlernen.
Deshalb ist es bisher meistens so gewesen, dass ich zu Beginn des Rennens zu forsch unterwegs war, was am Schluss der Rennen zu Problemen mit den Reifen geführt hat.
Das war zumindest in Brünn so.
Die letzten zwei Rennen waren natürlich auch durch die Wetterkapriolen beeinflusst.

Du bist am Dienstag von Aprilia Racing als Werksfahrer für 2016 präsentiert worden. Aber du hast dir wegen der nächsten Saison schon seit einigen Wochen keine Sorgen mehr gemacht?

Ja, sicher. Intern habe ich schon gewusst, wie es 2016 aussehen wird. Aprilia-Rennchef Romano Albesiano hat mir sehr viel Vertrauen entgegengebracht und mir das auch mitgeteilt. Ich habe natürlich mehr Informationen gehabt als die Öffentlichkeit. Deshalb war ich unbesorgt, was meine Zukunft betraf. Eigentlich schon seit dem Brünn-GP.

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