Mike Webb: «Rossi hat aus Frustration gehandelt»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Race Director Mike Webb

Race Director Mike Webb

War die Bestrafung für Valentino Rossis unsportliches Manöver gegen Marc Márquez in Sepang zu mild? Race Director Mike Webb widerspricht.

Race Director Mike Webb stellte klar nun, Valentino Rossi sei für seine «unverantwortliche Fahrweise» bestraft worden.

«Was wir auf den Video-Aufzeichnungen gesehen haben und was uns die beiden Fahrer erzählt haben über den Vorfall, da gibt es natürlich verschiedene Ansichten. Wir sind am Schluss zur Ansicht gekommen, dass Rossi mit seiner Aktion versucht hat, Márquez sehr weit von der Ideallinie abzudrängen oder ihn sogar zu einem Sturz zu verleiten. Rossi sagt natürlich, er habe nicht die Absicht gehabt, einen Sturz herbei zu führen, aber das Ergebnis war ein Crash. Wir haben auch berücksichtigt, dass sich Rossi beschwert hat, dass Márquez mit seiner Fahrweise die Pace beim Duell gegen den WM-Leader niedrig gehalten hat, das hat natürlich die Rennchancen Rossis beeinträchtigt. Wir glauben, es gab Fehler auf beiden Seiten. Was das Regelbuch betrifft, hat Marc Márquez keine unsauberen Manöver veranstaltet. Er hat keine Berührungen mit Rossi gehabt. Er hat im Grunde keine Vorschriften gebrochen. Vielleicht wünscht man sich im Sinne der Meisterschaft, dass sich die Fahrer nicht derartig benehmen, aber viele Fahrer tun es...»

«Rossi hat aus der Frustration heraus gehandelt, er ärgerte sich über die Fahrweise von Márquez. Leider war Rossis Benehmen schliesslich ein Delikt, das wir nicht ungestraft hinnehmen können, das war eine verantwortungslose Fahrweise, die zu einem Sturz geführt hat. Also bekam er drei Strafpunkte.»

Webb weiss, dass manche Experten die Strafe für zu mild halten. Warum gab es keine schwarze Flagge? «Wir haben es in der Race Direction diskutiert. Während des Rennens waren wir nicht bereit, sofort eine Strafe auszusprechen. Es gab kein Hearing... Das Rennen dauerte an, wir hatten also keine Zeit, die Videoaufzeichnungen alle korrekt anzuschauen. Wir mussten ja auch das Rennen im Auge behalten. Wir wollten uns die Videos lieber nach dem Rennen anschauen. Unserer Meinung nach, war es das Beste, die Videos nachher zu konsultierten und beide Fahrer zu interviewen. Das haben wir gemacht.»

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