Marc Márquez: «Die Flügel gehören verboten»

Von Günther Wiesinger
Marc Márquez: Am Montag hat er in Jerez diese Dreifach-Flügel («Triple Winglets») getestet

Marc Márquez: Am Montag hat er in Jerez diese Dreifach-Flügel («Triple Winglets») getestet

Repsol-Honda-Werkspilot Marc Márquez fuhr am Montag in Jerez Bestzeit und erprobte einen neuen bedrohlichen Dreifach-Flügel. Er hält die Winglets für gefährlich.

MotoGP-WM-Leader Marc Márquez (23) ist von den neuen grossen Flügeln nicht begeistert. «Manche Leute mögen diese Flügel. Aber für mich steht fest: Bei den Motorrädern ist es besser, wenn wir auf die Winglets verzichten. Wenn wir zu viel Wert auf die Aerodynamik legen, wird es schwieriger, hinter einem Vordermann im Windschatten zu fahren», meint der Spanier. «Auch das Überholen wird schwieriger, weil es beim Beschleunigen ähnlich sein wird wie bei einem Formel-1-Auto, man redet dann von der 'dirty air', also von den Luftwirbeln, du kannst nicht so locker im Windschatten fahren, also wird alles komplizierter. Für mich ist das ein Sicherheitsaspekt. Wir haben es in Argentinien gesehen, als mich Iannone mit den Winglets touchiert hat. In Austin konnten wir von Glück reden, dass Dani keine grossen Flügel drauf hatte, als er Dovi abgeräumt hat. Ja... Ich persönlich mag sie nicht. Aber sie sind erlaubt, also testen wir sie und schauen, ob wir uns mit ihrer Hilfe verbessern können.»

Marc Márquez probierte beim Montag-Test neu gestaltete Dreifach-Flügel aus. Wie haben sie sich angefühlt? Márquez: «In einigen Bereichen haben sie mir einen guten Eindruck vermittelt. Im Grunde beim Beschleunigen, da fühlten sie sich gut an. Aber ich bin nur zwei Runs damit gefahren. Nachher bin ich zu den normalen Winglets zurückgekehrt. Mit ihnen fühle ich mich irgendwie wohler. Aber bei der Rundenzeit war kein deutlicher Unterschied.»

Wenn Marc Márquez, der Weltmeister von 2013 und 2014, etwas zu reden hätte, dann würde er die Flügel für 2017 vollständig verbieten lassen.

«Ja, ich wäre für ein Verbot», versichert er. «Die Flügel sind etwas, was ich benütze. Sie bringen leichte Vorteile. Aber wenn wir diese Mode nicht eindämmen, wird das ausufern. Dann wird das überholen im Rennen bald viel schwieriger werden. Aber im Moment sieht es so aus, als blieben die Flügel in dieser Saison noch erlaubt, also werden wir sie weiter verbessern und mit ihnen arbeiten.»

Die MotoGP-Testergebnisse in Jerez, Montag, 25. April

1. Marc Márquez, Honda, 1:39,313
2. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1:39,332
3. Maverick Vinales, Suzuki, 1:39,536
4. Valentino Rossi, Yamaha, 1:39,632
5. Dani Pedrosa, Honda, 1:39,646
6. Aleix Espargaró, Suzuki, 1:39,682
7. Cal Crutchlow, Honda, 1:39,812
8. Andrea Iannone, Ducati, 1:39,879
9. Pol Espargaró, Yamaha, 1:39,942
10. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:40,027
11. Bradley Smith, Yamaha, 1:40,335
12. Yonny Hernandez, Ducati, 1:40,351
13. Stefan Bradl, Aprilia, 1:40,674
14. Jack Miller, Honda, 1:40,681
15. Scott Redding, Ducati, 1:40,844
16. Tito Rabat, Honda, 1:40,919
17. Alvaró Bautista, Aprilia, 1:40,960
18. Michele Pirro, Ducati, 1:41,442
19. Eugene Laverty, Ducati, 1:41,462

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