Stefan Bradl (Warm-up): «Kleinen Fortschritt erzielt»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl: Platz 18 im Warm-up

Stefan Bradl: Platz 18 im Warm-up

Stefan Bradl verbesserte sich im Mugello-Warm-up gegenüber dem Qualifying um zwei Plätze, er landete auf Platz 18. «Wir haben das Chassis umgebaut und ein paar Zehntel gefunden», meinte der Aprilia-Werkspilot.

Während bei Movistar-Yamaha hektisch analysiert wurde, warum sich bei Jorge Lorenzo kurz vor Ende des Warm-ups am Ende der Zielgeraden ein Motor in Rauch aufgelöst hatte, erzählte Stefan Bradl von der unübersichtlichen Situation, die dadurch entstand. «Als ich in der letzten Runde über die Zielgerade gedonnert bin, habe ich gelben Flaggen und Ölflaggen gesehen, aber ich wusste nicht, was los war, weil Lorenzo hinter der blinden Kuppe stand. Die Situation war bei Tempo 330 schwer einzuschätzen...»

Stefan Bradl lag bei Halbzeit an zehnter Position, rutschte aber dann auf Platz 18 ab, immerhin eine Verbesserung um zwei Plätze gegenüber der enttäuschenden 20. Startposition.

Bradl fuhr 1:48,959 min, Bautista blieb mit 1:49,292 einen Rang dahinter.

Zum Vergleich: Im Quali war Bradl 1:48,646 min gefahren, Bautista (Quali-19.) immerhin 1:38,372 min.

«Wir haben das Setting am Chassis komplett verändert, wir haben die Geomotrie modifiziert. Wir haben das Bike hinten höher gemacht und den Lenkkopfwinkel stark verändert, um die Richtungswechsel und das Turning besser hinzukriegen. Das ist uns auf eine gewisse Art und Weise recht gut gelungen, aber wir können nicht behaupten, dass sich unsere Situation um Welten gebessert hat und dass wir uns sehr stark vorwärts bewegt haben. Denn wir haben durch diese Umstellung etwas an Hinterradgrip verloren, besonders an der äussersten Reifenkante. Und in der 'pick up drive area' ist das Motorrad nach wie vor ziemlich unruhig. Das ist ähnlich geblieben wie gestern. Der Vorteil ist einfach, dass ich jetzt in den langgezogenen ein etwas besseres Turning habe, dadurch bin ich in den Schikanen auf die zweite Kurve beim Beschleunigen besser vorbereitet. Das hat sich ein bisschen verbessert. Es war ein guter Schritt, aber man darf nicht glauben, dass wir deshalb eine Sekunde gefunden haben.»

«Vom 20. Startplatz aus muss ich natürlich auf einen guten Start hoffen, denn es ist ein langes Stück bis zum Turn 1, bei dem wir mit fast 300 km/h eintreffen», schilderte Stefan. «Das ist beim Start immer kritisch, aber wenn sich alle Fahrer zusammenreissen, dann geht das schon. Ein guter Start wäre hilfreich, damit ich in der ersten Runde ein paar Plätze gutmachen, in einem guten Pulk mitfahren und mir vielleicht etwas abschauen kann.»

«Wenn es mir gelingt, im Rennen hohe 1:48er-Zeiten oder niedrige 1:49er-Zeiten zu fahren, sind Punkte möglich. Dann können wir etwas reissen. Aber es wird bei dem Reifenverschliess natürlich nicht einfach, 1:48er-Zeiten zu halten. Aber wenn es auch mit 1:49er-Zeiten klappt, Punkte zu holen, dann haben wir Chancen», sagt Bradl. «Momentan weiss niemand, welche Rundenzeiten bei diesen Temperaturen im Rennen über 23 Runden möglich sein werden.»

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