Stefan Bradl (15.): «Neues Setting hat sich bewährt»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Bradl auf der Werks-Aprilia in Brünn

Bradl auf der Werks-Aprilia in Brünn

Um das Einlenkverhalten («Turning») zu verbessern, probierte Stefan Bradl im FP1 in Brünn ein neue Set-up-Variante aus. Mit Platz 15 legte der Aprilia-Pilot eine gutes Basis für das Wochenende.

Stefan Bradl (26) schaffte am Schluss des ersten freien MotoGP-Trainings auf dem 5,403 km langen Automotodrom Brno mit 1:58,481 min die 15. Zeit, auf die Bestzeit von Andrea Iannone verlor der Aprilia-Werksfahrer 2,292 sec.

«Beim Rückstand muss man berücksichtigen, dass die Strecke hier 1,1 km länger ist als letzte Woche in Österreich», gab Bradl zu bedenken. «Deshalb liegen die Zeiten knapp bei 2 Minuten. Es ging auf alle Fälle auf Anhieb besser als in Österreich. Wir haben zwei grundverschiede Settings ausprobiert. Am Schluss bin ich mit der neuen Variante schneller gefahren. Wir müssen versuchen, nicht ganz so viel Gewicht am Vorderrad zu haben, aber dafür versuchen, das Turning über das Hinterrad zu verbessern. Bei uns schiebt das Motorrad immer so, besonders hier unten im Omega, wo du lange in Schräglage bist. Dort müssen wir schauen, dass das Motorrad besser um die Ecken kommt. Das haben wir jetzt mit dem neuen Setting besser hingekriegt. Ich bin damit meine schnellste Rundenzeit gefahren. Leider habe ich nachher ein Problem mit dem Getriebe gekriegt. Ich habe nicht mehr sauber zurückschalten können und bin deshalb in den letzten Minuten nicht mehr schneller geworden. Aber im Grunde war es in Ordnung. Jetzt müssen wir das Ganze optimieren. Ich fühle mich zwar jetzt beim Bremsen wohler, aber es ist deutlich schwerer, das Motorrad in die Kurven reinzubringen. Es ist jetzt schwieriger, den Scheitelpunkt ideal zu erwischen. Wenn wir das noch besser hinkriegen, dann schaut es nicht so schlecht aus.»

«Es ist jedenfalls sinnvoll, dass wir jetzt vom Setting einmal etwas ganz anderes probiert haben, was sich eigentlich gut anfühlt. Wir haben die Höhe hinten deutlich reduziert, aber dafür mit der Federung gegengearbeitet. Die Position ist jetzt im Scheitelpunkt der Kurven eine ganze andere, das Motorrad ist jetzt deutlich Hinterrad-lastiger. Dadurch haben wir ein besseres Turning verursacht», erzählte Stefan. «Es war nicht schlecht. Ich bin 18 Runden mit einem Reifensatz gefahren, hinten sogar mit der harten Mischung statt mit der weichen. Es ist also nicht so schlecht...»

Waren die Regentropfen störend? Bradl: «Es hat nur ganz leicht getröpfelt. Es ist nicht schlimm gewesen: das hat sich nicht auf die Rundenzeiten ausgewirkt.»

Zur Erinnerung: Iannone fuhr im FP1 eine Bestzeit mit 1:56,189 min, die Pole-Zeit von Lorenzo von 2014 liegt bei 1:54,989 min.

Und wie sieht es bei der Reifenwahl aus? «Wir sind jetzt erstmals mit Michelin hier. Vorne werden wir sicher einen Ticken härter gehen, also zur Medium-Variante, wenn es am Nachmittag wärmer wird. Hinten muss ich den weichen Reifen erst probieren und prüfen, ob er die Renndistanz übersteht. Man muss abwarten, wie die Bedingungen sich entwickeln. Für Sonntag ist ja leichter Regen angekündigt.»

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