Deutschland-Grand-Prix: Das Fest kann beginnen!

Von Thoralf Abgarjan
Der Kurs im Talkessel wurde weiter modernisiert. Split Lanes schaffen bessere Überholmöglichkeiten. Die Wetteraussichten sind bestens. Der Grand-Prix of Germany kann beginnen.

Alle Werksteams haben ihre Zelte im Paddock des Talkessels aufgestellt. Der legendäre Talkessel hat einige Veränderungen erhalten, welche den Kurs noch spektakulärer und attraktiver für die Zuschauer machen werden.

Es rollen zwei WM- und zwei EM-Klassen mit 270 Fahrern aus 32 Nationen ans Startgatter. «Wir haben jetzt 'Split Lanes' eingebaut, die das Überholen erleichtern», erklärt Andreas Kosbahn. «Das ist nicht nur im Sinne der Fahrer, sondern auch der Fans, denn die sind unser größter Sponsor. Wir wollen, dass sich jeder Fan bei uns wohlfühlt und gern wiederkommt.»

Am Donnerstagabend ging ein Gewitterschauer über dem Talkessel nieder und löschte den Staub. Einen besseren Zeitpunkt hätte es dafür nicht geben können. Für das Wochenende sind Sonnenschein bei leichter Bewölkung und Temperaturen von 25 Grad (Samstag) und 28 Grad (Sonntag) vorhergesagt. Es herrschen ideale Rennbedingungen.

Der deutsche MXGP-Starter Max Nagl (Sarholz KTM) ist im Talkessel eingetroffen und freut sich auf sein Heimrennen. «Mir geht es soweit gut», erklärte der Weilheimer gegenüber SPEEDWEEK.com, «aber wo wir im Moment stehen, ist ungewiss. Ich versuche, das Beste aus der Situation zu machen.» Und auch André Sarholz freut sich über das Comeback: «Unser Ziel sind die Top-10», meinte der gut gelaunte Enkel des Firmengründers Burkhard Sarholz.

Für Henry Jacobi wurde vor seinem Heimrennen bereits gestern im Paddock eine Pressekonferenz abgehalten, denn von dem Deutschland-Grand-Prix berichtet auch die öffentlich-rechtliche Medienanstalt des Mitteldeutschen Rundfunks. Jacobi ist übrigens Mitglied des gastgebenden MSC Teutschenthal und er könnte es im Talkessel auch aufs Podium schaffen. Sollte ihm das gelingen, so wird der Kessel kochen, so viel ist sicher.

Enttäuschung herrscht im KTM-Lager. Im Talkessel wird keine der beiden Werksmaschinen an den Start gehen, denn sowohl Jeffrey Herlings (Bruch im Fuß) als auch Antonio Cairoli (ausgekugelte Schulter) fallen verletzt aus. «Wenn Cairoli nicht fährt, dann ist es wirklich böse», meinte Hubert Nagl, der frühere Teamchef der deutschen Nationalmannschaft, die 2012 das MXoN gewann. «Cairoli, das ist ist ein Mann aus Eisen. Es tut mir unheimlich leid für ihn, dass er jetzt nicht mehr um den WM-Titel fahren kann. Ich denke, wir haben augenblicklich zu viele Verletzte in der WM. Cairoli, Herlings, Desalle, Lupino und Bobryshev und bis vor Kurzem auch noch Romain Febvre und Max - das sind ja alles keine Anfänger. Die wissen, was sie tun.» Das Thema Sicherheit, das durch die Unfälle in Russland und Lettland befeuert wurde, steht somit auch in Teutschenthal auf der Agenda. «Die Motorräder werden immer besser und die Fahrwerke ermöglichen Vieles, was früher undenkbar war. Aber die Belastbarkeit des menschlichen Körpers hat seine Grenzen. Diese dürfen wir im Sport nicht überschreiten.»

Bestens gelaunt erschien auch Louis Vosters, der Besitzer des Teams Wilvo-Yamaha, im Talkessel. Arnaud Tonus schaffte es zur Freude seines Chefs in den letzten Rennen viermal aufs Podium. Das Team verfügt über eine hochmoderne Infrastruktur und hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass das bisherige Yamaha-Satellitenteam im kommenden Jahr als echtes Werksteam auftreten wird. Ausstattung und Auftritt sind jedenfalls jetzt schon auf absolutem Factory-Level.

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