Planai-Classic 2017: Mit Stars wie Stuck und Aaltonen

Von Helmut Zwickl
Rallye

​46 Oldtimer, alle nicht jünger als Baujahr 1972, starten am 5. Januar 2017 in Schladming zur 21. Planai-Classic, der beliebtesten Winterveranstaltung für klassische Fahrzeuge.

Das Ennstal mit seinen Seitentälern, die Dachstein- und Planaistraße als Sonderprüfung, der Flugplatz Niederöblarn und die Trabrennbahn Gröbming, Romantik Hotel Schloss Pichlarn und eine SP im WM Park Planai: Das alles sind die Kulissen für das Oldtimerfahren am Dreikönigs-Wochenende.

Schmerzbefreit beenden die Chauffeure den Winterschlaf ihrer Oldtimer um sich die drei Tage Planai-Classic zu geben: Ohne ABS und andere elektronische Schutzengel ist Autofahren wie früher angesagt, als Autofahren bei Eis und Schnee noch ein großes Abenteuer war.

Die alten Autos zaubern jedes Jahr ein Lächeln in die Gesichter der Zuschauer, denn in der Starteriste sehen wir selten gewordenes Alteisen wie: Lea Francis (als Baujahr 1927 das älteste Auto im Feld, das von Pilot Christian Baier mit Seilbahnfett winterfest gemacht wird), Sunbeam Super Sport (Baujahr 1930), Riley 12/4 (Baujahr 1938), diverse VW Käfer, Austin A40, Rover P6, MG A und MG B, Jaguar XK 140, 150 und ein E-Typ, Lancia Fulvia, Alfa Romeo 1750 GT Veloce, Ford Escort, Austin Healey, Porsche 911, Ford Mustang, Ford-Cortina, Volvo 123 und PV 544 Sport, Mercedes 200/S, Saab 96 V4, BMW 2002 ti, Willys Overland Jeep, Steyr Puch Pinzgauer, Mini Cooper und Datsun 240Z.

Das Programm der Planai-Classic

Am Donnerstag, 5. Januar startet der Rallyetross um 16.30 Uhr in Schladming zur Bergprüfung auf die Dachstein-Mautstraße. Die Sollzeit für die Bergprüfung wird dem Straßenzustand angepasst. Anschließend findet der Eröffnungsabend in luftigen Höhen im Dachstein Gletscherrestaurant auf 2700 Metern statt.

Am Freitag, 6. Januar steigen ab 11.30 Uhr zwei Sonderprüfungen am Flugplatz Niederöblarn. Danach startet die Hochwurzen-Trophy durch die Region Schladming-Dachstein mit diversen SPs in denen der 40-km/h-Schnitt auf die Zehntelsekunde einzuhalten ist. Nach einem Stopp in Schladming (ab 16.30 Uhr) und einer 45-Minuten-Zwangspause kurvt das Feld nach weiteren nächtlichen Sonderprüfungen zum Flugplatz Niederöblarn zurück, und nach 197 km endet der erste Fahrtag beim Romantik-Hotel Schloss Pichlarn.

Am Samstag, 7. Januar läuft ab 8.30 Uhr die bereits zur Tradition gewordene Sonderprüfung auf der Trabrennbahn in Gröbming. Anschließend startet das Feld direkt in der Hauptstraße in Gröbming zur Etappe in Richtung Planai-Mittelstation.

Die berüchtigte Planai-Bergwertung (3 Läufe) von der Mittelstation ins Ziel beim Planaihof ist jedes Jahr eine Herausforderung für Fahrer und Fahrzeuge. In den letzten Jahren schneite es oft heftig – genau jenes Wetter, das eine Rallye Legende wie Rauno Aaltonen auf die Siegerspur führt.

Hans-Joachim Stuck, Rauno Aaltonen, Rudi Stohl

Im WM Park Planai geht das Finale unter Flutlicht in Szene: In einer letzten SP zwischen 5 Lichtschranken können die Zuschauer von den Tribünen die Oldies hautnah verfolgen. 

Und das sind die Stars der kommenden Planai-Classic: Strietzel Stuck fährt einen Porsche 912, Baujahr 1968, den ihm Franz Wittners CarCollection zur Verfügung stellt. Rauno Aaltonen chauffiert einen Mini-Cooper, den Oldtimer Spezialist Robert Huber präpariert. Rudi Stohl sitzt in einem Steyr Puch Pinzgauer und Comedian Rudi Roubinek in einem Lancia Fulvia Zagato 1,3 S von Franz Wittner. Pius Weckerle/Othmar Schlager, die Sieger von 2016, gelten auch diesmal mit ihrem Super-Käfer als Favoriten für den Gesamtsieg. 

Alle Infos finden Sie auf www.planai-classic.at

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