Mission Death Valley: Schwarz bei der «Vegas to Reno»

Von Toni Hoffmann
Rallye Raid Auto
Der Ford Raptor Trophy Truck von Armin Schwarz

Der Ford Raptor Trophy Truck von Armin Schwarz

Wüstenritt durch Nevada: Am Freitag und Samstag steht für Armin Schwarz und das JV Race Prep Team die legendäre «Vegas to Reno» auf dem Programm.

In dieser Woche steht für Armin Schwarz und das JV Race Prep Team das nächste Highlight im Rennkalender an: Am Freitag und Samstag werden sie mit ihrem Ford Raptor Trophy Truck die legendäre «Vegas to Reno» bestreiten. Das 700 Meilen lange Wüstenrennen entlang des Death Valley von Las Vegas nach Reno ist das längste Offroad-Rennen in den USA.

Bisher wurde das Rennen in einem Stück gefahren, doch für dieses Jahr haben sich die Organisatoren der «Best-in-the-Desert»-Series etwas Neues einfallen lassen: Die «Vegas to Reno» wird über zwei Etappen gefahren. Am Freitag geht es über 300 Meilen von Caliente bei Las Vegas in das alte Goldgräberstädtchen Tonopah. «Das ist ein kleines Nest mitten im Nirgendwo», so Schwarz. «Dort übernachten die Teilnehmer – es gibt rund 360 Nennungen – im Biwak, und am Samstag geht es weiter über 400 Meilen bis nach Reno. Insofern ist das Rennen schon etwas entspannter, da du über zwei Etappen fährst und nicht die 700 Meilen am Stück runterreitest.»

Mehrere Herausforxderungen

Im Death Valley warten auf Armin Schwarz und Beifahrer Bryan Lyttle gleich mehrere Herausforderungen. Zum einen die Temperaturen, die auf über 40 Grad Celsius steigen können. Zum anderen gibt es, anders als bei den Baja-Rennen in Mexiko, keinen Pre-Run – die Teilnehmer treten also quasi eine Jagd ins Unbekannte an.«„Du kannst vorher nicht trainieren, sondern der Veranstalter steckt die Strecke mit Pfeilen aus», erklärt Schwarz. «Du bekommst die Route zwar auf das GPS, aber ansonsten zeigen dir die Pfeile die vorgeschriebene Strecke an – und ihre Charakteristika. Wenn zum Beispiel hohe Bodenwellen kommen, gibt es einen Doppelpfeil, der nach unten zeigt. Ein Dreifachpfeil nach unten bedeutet, dass man fest stehenbleiben und steil nach unten fahren muss. Das ist schon etwas speziell, weil du überhaupt keine Ahnung hast, wo es hingeht. Da sind die Vielfahrer, die die ‚Vegas to Reno’ jedes Jahr bestreiten, im Vorteil. Denn zu 60 Prozent sind die Strecken identisch mit denen aus den Vorjahren.»

Die Strecke ist auch dem JV Race Prep Team vertraut, denn Chef Jake Velasco kennt die «Vegas to Reno» bestens aus den vielen Jahren, in denen er als Crewchief von Roger Norman dabei war. Schwarz selbst ist bisher zweimal bei diesem Rennen angetreten, und hat dabei 2010 den zweiten Platz geholt.

In Sachen Geläuf bietet die «Vegas to Reno» eine interessante Mischung: «Du hast Wüste, Bodenwellen und wahrscheinlich sehr viel ‚Silt’-Staub, aber auch sehr schöne Schotterwege, die richtigen Rallyepisten entsprechen, also richtig kurvige und selektive Rallyestrecken. Von daher ist es ein toller Mix aus Rallye und Offroad, und das auf zwei Tage verteilt.»

In der Vorbereitung auf die «Vegas to Reno» haben Schwarz, Lyttle und das Team in der vergangenen Woche mit dem Ford Raptor Trophy Truck in Kalifornien getestet. Mit dabei war auch Partner King. «Wir haben in Sachen Fahrwerk wirklich einen sehr großen Schritt nach vorne gemacht. Und auch alles andere sieht gut aus. Unser Auto läuft bestens», bilanziert Schwarz nach dem Test.

Damit kann die «Vegas to Reno» kommen. Am Mittwoch wird das Qualifying ausgetragen, am Freitag geht es dann los in Richtung Tonopah und am Samstag weiter nach Reno.

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