Lausitz, Superpole: Die 42. Trophäe für Tom Sykes!

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Tom Sykes fuhr mit neuem Rekord eine weitere Pole-Position ein

Tom Sykes fuhr mit neuem Rekord eine weitere Pole-Position ein

Tom Sykes wurde in der Superpole-Session der Superbike-WM auf dem Lausitzring seiner Favoritenstellung gerecht. In Rekordzeit holte der Kawasaki-Star die vierte Pole-Position in Folge. Markus Reiterberger (BMW) Zehnter.

Bei strahlendem Sonnenschein und 18 Grad Celsius wurde die entscheidende Superpole-Session auf dem Lausitzring gestartet. Von Regen, der am Freitag für Verzögerungen sorgte, war nichts zu sehen.

Mit dem Handicap einer starken und schmerzhaften Prellung am linken Ellbogen sagte Stefan Bradl (Red Bull Honda) das erste Rennen ab, doch in der Superpole wollte der Zahlinger zumindest einen besseren Startplatz herausfahren. Die Hoffnungen der deutschen Fans ruhten somit mehr auf Wildcard-Pilot Markus Reiterberger (BMW), der es im Qualifying am Freitag direkt in die Superpole 2 schaffte.

Doch beim Bayer lief es in der Superpole mit Startplatz 10 nicht wie erhofft – als Siebter der Qualifyings hatte sich Reiti wahrscheinlich selbst auch mehr ausgerechnet. Bester BMW-Pilot wurde Jordi Torres auf der fünften Position.

Als 15. betrieb Stefan Bradl Schadensbegrenzung. Der Red Bull Honda-Pilot war trotz seiner Verletzung deutlich schneller als Davide Giugliano (17.), der auf dem Lausitzring die zweite Fireblade SP2 pilotiert.

Die Pole-Position für das erste Rennen um 13 Uhr sicherte sich mit neuem Streckenrekord Tom Sykes, der seine Kawasaki ZX-10RR in 1.36,121 min um die brandenburgische Strecke prügelte. Es ist die bereits 42. Pole insgesamt und die vierte in Folge für den Briten, der heute seinen 32. Geburtstag feiert.

Die erste Startreihe komplettiert Jonathan Rea (Kawasaki) und Lorenzo Savadori (Aprilia). Bester Ducati-Pilot wurde Marco Melandri auf Startplatz 4, Chaz Davies wurde Sechster.

Viel Mühe hatte Yamaha: Alex Lowes wurde Siebter, van der Mark nur Elfter.

So lief die Superpole

Superpole 1

Zu Favoriten für ein Ticket in die SP2 zählten Michael van der Mark (Yamaha) und Xavi Fores (Ducati). Aber auch Tati Mercado (Aprilia) und Roman Ramos (Kawasaki) witterten ihre Chance.

Zur Erinnerung: In der Superpole 1 werden nur Rennreifen verwendet!

Althea-Pilot Raffaele De Rosa (BMW) knackte in 1.38,758 min als Erster die 1.39er Marke, der Italiener wurde von Fores (1.38,613 min) an der Spitze abgelöst. Van der Mark folgte bei Halbzeit als Dritter, der angeschlagene Bradl auf Position 4.

Van der Mark, dem eine schnelle Rundenzeit wegen Abkürzen gestrichen wurde, lag auf Bestzeitkurs, doch dann steuerte der Yamaha-Pilot überraschend die Boxengasse an.

Randy Krummenacher wurde auf einer schnellen Runde von Riccardo Russo aufgehalten – die Rennleitung prüft die Situation.

Mit einem frischen Hinterreifen gingen alle 13 Teilnehmer der Superpole 1 für einen letzten Versuch auf die Strecke. Während sich Bradl auf Platz 3 verbesserte, leuchteten bei Mercado, Fores, De Rosa und van der Mark Sektorbestzeiten auf.

Am Ende löste der Niederländer in 1.37,518 min souverän das Ticket für die finale Session, mit bereits 0,5 sec Rückstand wurde Fores Zweiter und zieht mit dem Yamaha-Piloten in die Superpole 2 ein.

Die Startplätze ab Position 13: De Rosa, Mercado, Bradl, Badovini, Giugliano, Jezek, Krummenacher, Ramos, Szkopek, Russo und Roccoli.

Superpole 2

Die besten zehn der Qualifyings sowie die beiden schnellsten Teilnehmer der Superpole 1 machten die Pole-Postion unter sich aus. Klarer Favorit: Kawasaki-Star Tom Sykes, der zuletzt dreimal in Folge die Superpole gewann und am Freitag die Qualifyings dominierte.

Schon auf Rennreifen beeindruckte Aprilia-Pilot Eugene Laverty mit einer Rundenzeit von 1.36,854 min – neuer Streckenrekord! Dann folgen Jonathan Rea (Kawasaki), Chaz Davies (Ducati) und Lorenzo Savadori (Aprilia). Markus Reiterberger reihte sich vorerst als Sechster ein.

Im nächsten Umlauf brannte Marco Melandri (Ducati) in 1.36,827 min eine noch schnellere Rundenzeit in den Asphalt, dann Laverty, Sykes, Rea und Davies. BMW-Ass Jordi Torres schob sich unmittelbar vor Reiti auf Platz 7. Alle zwölf Piloten lagen innerhalb nur einer Sekunde!

Nun ließen die Superbike-Asse den klebrigen Qualifyer-Reifen montieren.

Ducati-Star Davies eröffnete die Zeitenjagd mit einer neuen Bestzeit in 1.36,761 min. Doch es ging noch deutlich schneller: Zuerst löste Melandri seinen Teamkollegen an der Spitze ab, dann kreuzte Superpole-Spezialist Tom Sykes in 1.36,121 min die Ziellinie – das war die Entscheidung zu Gunsten des Kawasaki-Piloten. Auf den weiteren Startplätzen: Rea, Savadori, Melandri, Torres, Davies und Lowes.

Hinter Laverty (8.) und Leon Camier (9./MV Agusta) sicherte sich Markus Reiterberger Startplatz 10.

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