Jonathan Rea (2.): «Auf der Bremse beängstigend»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Weltmeister Jonathan Rea

Weltmeister Jonathan Rea

«Ich wurde hier von einem besseren Fahrer geschlagen», räumte Kawasaki-Star Jonathan Rea nach seiner zweiten Niederlage gegen Chaz Davies auf dem Lausitzring ein.

Obwohl WM-Leader Jonathan Rea den zweiten Superbike-Lauf auf dem Lausitzring zwischenzeitlich anführte, musste er sich am Ende erneut Chaz Davies geschlagen geben. Doch der Brite durfte sich trotzdem freuen: Er baute seinen Vorsprung auf den WM-Zweiten Tom Sykes auf 70 Punkte aus.

Bist du froh, weil du die WM-Führung ausgebaut hast, oder enttäuscht, dass du Davies nicht halten konntest? «Beides, um ehrlich zu sein. Chaz fuhr sehr solide. Als er an mir vorbeiging, war seine Pace stark. Während ich zu Beginn wirklich guten Grip hatte, war mein Gefühl für die Maschine sehr gut. Als der Grip aber nachließ, wurde das Bike sehr anstrengend zu fahren. Ich litt aufgrund der Bodenwellen auch körperlich. Das Rennen von gestern forderte hierbei seinen Tribut. Ich hatte keine großen Rutscher, aber auf der Bremse war es manchmal etwas beängstigend. Doch mein Vorsprung auf Marco [Melandri] wurde immer größer. Die Pace war meiner Meinung nach höher als im ersten Lauf. Wir fuhren einige 1:36er-Zeiten.»

«Das war das Beste, was ich heute schaffen konnte. Ich wurde hier von einem bessern Fahrer geschlagen. Als ich etwas Grip auf der Reifenkante verlor, hatte ich nicht mehr die Pace, um mit Chaz mitzuhalten. Ich hatte zwar rechts mehr Grip als im ersten Rennen, aber links ließ er nach. Ich litt in der langen Linkskurve vor der Gerade. Das ist aber keine Entschuldigung. Die Reifen funktionierten gut. Doch als der Grip nachließ, konnte ich auf der Bremse einfach nicht mehr das tun, was ich wollte», erläuterte der Kawasaki-Pilot. «Chaz war hingegen sehr stark auf der Bremse.»

Hattest du eine Strategie gegen Davies? «Mein Plan war es, in den ersten Runden sehr aggressiv vorzugehen. Ich zeigte ein paar sehr gute Manöver und ging dann meinen Rhythmus. Als ich hinter Marco lag, sah ich Chaz kommen. Ich hing etwas zu lang hinter Marco fest, Chaz holte auf. Das war’s schon. Ich bin aber happy mit dem Wochenende, denn meine Maschine hat hier nie sehr gut funktioniert. Am Freitag lagen wir zurück, doch die Schritte mit dem Set-up waren richtig. Ein großes Dankeschön an mein Team. Mein Riding Coach hat mir an diesem Wochenende sehr bei meiner Position auf dem Bike und ein paar Feinheiten in Sachen Fahrstil geholfen.»

«Wir haben das Beste aus einem schwierigen Wochenende gemacht und 40 Punkte mitgenommen. Damit bin ich zufrieden», versicherte Rea. «Wir waren hier besser als in Imola, wo wir klar geschlagen wurden. Die Maschine ist nun etwas leichter zu fahren. Ich war näher an Chaz dran. Vielleicht liegt es daran, wie unsere Maschine die Power auf einer Strecke mit so vielen Bodenwellen entfaltet. Marco machte auch einen großartigen Job. Ihr Paket funktioniert hier sehr gut. Wir müssen akzeptieren, dass auch andere mal ein richtig gutes Wochenende zeigen. Mit Portimão und Magny-Cours folgen nun aber sehr gute Strecken für mich. Dort erwarte ich, stärker zu sein und um den Sieg zu kämpfen.»

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