Jonathan Rea: «Bestrafung ist nicht so schwerwiegend»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Weltmeister Jonathan Rea in Jerez

Weltmeister Jonathan Rea in Jerez

Nach dem ersten von drei Wintertests deutet sich an, dass Kawasaki seine Überlegenheit in der Superbike-WM 2018 fortführen wird. «Für mich sind die neuen Regeln kein Desaster», unterstreicht Weltmeister Jonathan Rea.

Diese Woche Dienstag und Mittwoch war der überwiegende Teil der Superbike-WM-Piloten in Jerez unterwegs, kommenden Sonntag und Montag testen beinahe die gleichen Fahrer in Portimao. Dann gibt es noch am Montag und Dienstag zwei Testtage auf Phillip Island, bevor am letzten Februar-Wochenende die Weltmeisterschaft 2018 in Australien beginnt.

Kawasaki könnte am 31. Januar und 1. Februar zwei weitere Tage in Jerez testen. «Diese haben wir aber nur für den Notfall in der Hinterhand, falls es in Portimao regnet», verriet Jonathan Rea.

Die Wettervorhersage für Portimao bringt Sonnenschein, blauen Himmel und 16 bis 19 Grad Celsius. Besagten Test hat im Moment auch kein anderes Team auf dem Schirm.

SPEEDWEEK.com setzte sich nach dem Jerez-Test mit Johnny Rea zusammen, die Bestzeit auf Rennreifen hat der Nordire nur um 0,1 sec gegenüber seinem Teamkollegen Tom Sykes verfehlt.

Jonathan, wie groß ist der Nachteil für euch, dass ihr gegenüber letztem Jahr 1100/min weniger habt?

Mit den niedrigen Drehzahlen liegen die Gangwechsel näher beisammen. Als ich das erste Mal mit diesem Motor fuhr, kam ich dauernd in den Drehzahlbegrenzer. Aber da passte ich mich schnell an.

Für mich fühlt es sich okay an, das ist kein Desaster.

Die Probleme gehen dann los, wenn die Serienmaschinen höher drehen als unsere Superbikes. Aber es ist, wie es ist.

Es wurde viel über die Regeländerungen geredet. Letztlich ist es mein Job und der des Teams, das Beste aus dem Vorhandenen herauszuholen.

Sind mit der neuen Motor-Konfiguration Probleme aufgetaucht, die du bisher nicht hattest?

Es mangelt etwas an Topspeed, ich kann auf der Geraden nicht mehr so leicht kontern.

Dafür haben wir in anderen Bereichen Vorteile, die Fahrbarkeit wurde besser, das wirkt sich positiv auf die Lebenszeit der Reifen aus.

Konntest du in der Saisonvorbereitung von Kawasaki Unterschiede zu den Vorjahren ausmachen?

Nein, das Team und der Hersteller sind sehr professionell. Sie arbeiten ruhig und mit der immer gleichen Motivation.

Die technischen Vorschriften für 2018 kamen sehr spät, wir hatten aber eine Ahnung, in welche Richtung sie gehen würden. Kawasaki hat früh daran gearbeitet, sie konnten mir die neue Motorkonfiguration schon sehr früh zur Verfügung stellen.

Nachdem wir jetzt schon einige Kilometer abgespult haben wissen wir, dass die Bestrafung für uns nicht so schwerwiegend ausfällt wie befürchtet.

Hast du den Rechenschlüssel für das neue Balance-System im Detail gesehen?

Nein. Den versteht sowieso niemand. Das ist auch egal, weil im nächsten Absatz in den Regeln steht, dass die FIM entscheiden kann was sie will.

Ich hoffe, dass die neuen Regeln ein paar der anderen Teams etwas Optimismus geben. Dass sich für diese vielleicht Möglichkeiten auftun.


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