Bravo BMW: Loris Baz kämpfte wie ein Löwe – Platz 6

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Loris Baz begeisterte mit einer beherzten Schlussphase

Loris Baz begeisterte mit einer beherzten Schlussphase

BMW-Pilot Loris Baz wirbelte im ersten Superbike-Lauf in Katar mit einer starken Schlussphase die Zeitenliste durcheinander. Er kämpfte Werkspiloten von Aprilia, Ducati und Yamaha nieder.

Als Loris Baz nach 17 Runden in die Althea-Garage zurückkehrte, spendete sogar sein kritischer Teamchef Genesio Bevilacqua begeistert Applaus. Der Franzose beendete den ersten Lauf der Superbike-WM auf dem Losail Circuit als Sechster.

Dabei kam Baz nur als Elfter aus der ersten Runde und lag noch in Runde 8 auf dieser Position. Dann schnappte er sich Aprilia-Werkspilot Lorenzi Savadori, zwei Runden später den talentierten Toprak Razgatlioglu (Puccetti Kawasaki). In den letzten zwei Rennrunde kämpfte er wie ein Löwe gegen Michael van der Mark (Yamaha) und Chaz Davies (Ducati) und ließ auch diese Werkspiloten am Ende hinter sich.

Diesen sechsten Platz hatte sich der 25-Jährige redlich verdient. SPEEDWEEK.com sprach mit Loris Baz über seine starke Vorstellung.

Loris, verrate es uns – war es am Ende nur eine Frage der besseren Reifen?

Sicher, ich denke wir haben uns für eine gute Kombination entschieden. Am Donnerstag fuhr ich eine Rennsimulation mit dem größeren Vorderreifen, den konnte ich im Rennen aber unmöglich einsetzen. Ich versuchte dann den schmalen vorne mit dem größeren Hinterreifen und das hat hier sehr gut funktioniert. Ich wusste sofort, dass ich mit dieser Kombination das Rennen fahren will und ich war zuversichtlich.

Schon in der Superpole warst du als Siebter schneller als van der Mark, Melandri und Davies. Was war am Start los?

Der Start ins Rennen war schwierig, ich habe gleich einige Positionen verloren – aber meine Pace war gut. Mit den neuen Reifen waren meine Gegner zuerst etwas schneller als ich, umso mehr habe ich mich angestrengt. Irgendwann spürte ich, dass nun meine Zeit kommt. Überholen ist mit der BMW hier aber sehr schwierig, weil man mit der S1000RR etwas andere Linien fahren muss. Meistens habe ich von den Fehlern meiner Gegner profitiert.

In den letzten beiden Runde machte es den Eindruck, als ob du sehr aggressiv fährst, gleichzeitig aber auch vergleichsweise leicht Positionen gut machen konntest.

Ganz klar, unser Bike hat zum Schluss besser funktioniert. Die anderen hatten gegen mit ihren Reifen zu kämpfen. Die meisten nur hinten, Davies aber vorne und hinten. Ich hatte gleich am Anfang wenig Grip, aber der wurde bis zum Ende nur minimal schlechter. Ich war sehr konstant und meine schnellste Rennrunde fuhr ich auch im letzten Rennviertel. Die anderen rutschten wie wild.

Hattest du Platz 6 erwartet – das ist wie in Portimão dein bestes Saisonfinish.

Naja, wir haben es gehofft. Wir wussten, wenn die Strecke in einem guten Zustand ist, können wir Platz 6 oder 7 mitnehmen. Wäre er schlechter, dann nur allenfalls Platz 10. Ich denke, wenn ich am Samstag gut starte, kann ich mit Melandri mithalten.

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