Die Nerven liegen blank: Bautistas 4. Sturz in Folge!

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Die Stimmung bei Ducati ist auf dem Nullpunkt angelangt

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Nach Jerez, Misano und Donington Park stürzte Ducati-Werksfahrer Alvaro Bautista auch im ersten Hauptrennen der Superbike-WM in Laguna Seca. Jonathan Rea (Kawasaki) baute seinen Vorsprung auf 49 Punkte aus.

Polesetter Jonathan Rea, Ducati-Ass Chaz Davies und dessen Aruba-Teamkollege Alvaro Bautista bildeten im ersten Rennen in Laguna Seca das Spitzentrio, die drei hätten die Podestplätze unter sich ausgemacht.

Doch in der fünften Runde geschah das Undenkbare: Bautista, der zu Saisonbeginn elf Rennen nacheinander gewann, schmiss seine Ducati V4R im vierten Event in Folge weg, dieses Mal auf Platz 3 liegend.

Zu den bislang verschenkten 59 Punkten kommen weitere 16 hinzu, Weltmeister Jonathan Rea liegt nach seinem 79. Superbike-Sieg aber nur 49 Punkte vor dem Spanier. Jedem bei Ducati ist bewusst, wie die Weltmeisterschaft ohne die Fehler des 34-Jährigen aussehen würde.

«Ich weiß nicht genau, weshalb ich wieder gestürzt bin», grübelte Bautista. «Ich lag in der Spitzengruppe, pushte nicht besonders und schaute nur, dass ich an Chaz dranbleibe. Dann rutschte mir plötzlich das Vorderrad weg. Ich bin sehr enttäuscht, dieses Wochenende hätte sehr gut laufen können. Es sieht so aus, als hätte uns das Glück verlassen, das wir zu Saisonbeginn hatten. Wir sind schnell, manchmal brauchst du aber Glück. Nichtsdestotrotz blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Weil wir wissen, dass wir genügend Speed haben, um in fast allen Rennen um den Sieg zu kämpfen. So ist Racing, jetzt müssen wir zusammenhalten und positiv denken.»

«Mein Gefühl für das Motorrad war im Rennen viel besser als im Training am Freitag oder in Donington», unterstrich der 14-fache Laufsieger. «Meine Pace war gut genug für den Sieg, leider können Fehler in Rennen passieren. Natürlich hat unser Motorrad gute und schlechte Seiten, mehr positive als negative. Deshalb müssen wir wie bislang weiterarbeiten und auf mehr Glück hoffen.»

Innerhalb vier Events hat sich die Weltmeisterschaft für Bautista dramatisch gedreht: Aus 61 Punkten Vorsprung nach dem Sprintrennen in Jerez wurden 49 Rückstand nach Lauf 1 in Kalifornien.

«Im Rennsport kann alles passieren», stellte Bautista ernüchtert fest. «Ich hatte einen großen Vorsprung, jetzt habe ich einen großen Rückstand. Deshalb müssen wir auf uns schauen und das Motorrad verbessern, auch ich muss besser werden. Ich muss versuchen, nicht noch einmal zu stürzen. Ich glaube, dass die WM so gut wie gelaufen ist, der Rückstand ist zu groß. Champion wird man nicht nur, weil man der schnellste Fahrer auf der Strecke ist. Das braucht auch Erfahrung, Ruhe und den nötigen Fokus. Schnell sind viele Fahrer, es braucht mehr dazu. Die Erfahrungen, welche wir dieses Jahr sammeln, werden wir in Zukunft nötig haben.»

Ergebnisse Laguna Seca, 1. Lauf: 1. Rea. 2. Davies. 3. Razgatlioglu. 4. Sykes. 5. Lowes. 6. Torres. 7. van der Mark. 8. Baz. 9. Melandri. 10. Rinaldi. 11. Laverty. 12. Mercado. 13. Delbianco. 14. Cortese. 15. Reiterberger. 16. Kiyonari. 17. Bautista.

WM-Stand nach Laguna Seca, Lauf 1:

1. Jonathan Rea (Kawasaki), 401 Punkte
2. Álvaro Bautista (Ducati), 352
3. Michael van der Mark (Yamaha), 215
4. Alex Lowes (Yamaha), 203
5. Leon Haslam (Kawasaki), 187
6. Toprak Razgatlioglu (Kawasaki), 169
7. Tom Sykes (BMW), 152
8. Chaz Davies (Ducati), 150
9. Marco Melandri (Yamaha), 131
10. Sandro Cortese (Yamaha), 98
14. Markus Reiterberger (BMW), 57

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