Jonathan Rea: «Bautista sind viele Fehler passiert»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Bis auf zwei Ausnahmen wurden alle Läufe der Superbike-WM 2019 von Johnny Rea (Kawasaki) und Alvaro Bautista gewonnen. Was der Nordire über den Ducati-Piloten und seinen Teamkollegen Chaz Davies denkt.

Von den 25 Superbike-Rennen vor der Sommerpause gewann 14 Ducati-Star Alvaro Bautista, neun Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) und je eines Michael van der Mark (Yamaha) sowie Chaz Davies (Ducati).

In Laguna Seca sahen wir Vizeweltmeister Davies zum ersten Mal in diesem Jahr in jener Form, die wir von ihm auf der Zweizylinder-Ducati gewöhnt waren – mit der neuen V4R tat sich der Waliser bislang schwer.

«Er fuhr sehr gut und machte weniger Fehler, als zu Beginn der Saison», fiel Rea auf. «Ihn mit Bautista zu vergleichen, ist schwierig. Einerseits fahren sie sehr verschieden, aber doch irgendwie gleich. Beide rutschen mit quergestelltem Motorrad in die Kurven und können mit sehr viel Druck auf dem Vorderrad bremsen. Und beide sind extrem schnell. Wir wissen, dass wir den Speed unseres Motorrads verbessern müssen und schuften dafür. Ich kann unser Motorrad nicht so tief in die Kurven hinein bremsen, weil wir am Kurvenausgang nicht genügend Leistung haben. Ich muss etwas Speed durch den Kurvenscheitel mitnehmen.»

Nach der achtwöchigen Sommerpause geht die Weltmeisterschaft Anfang September in Portugal ins letzte Saisondrittel, zwei Wochen zuvor testen beinahe alle Teams in Portimao.

«Alle werden eine Grundabstimmung haben, das wird ein heißes Wochenende», ist Rea überzeugt. «Alle werden schnell auf gute Zeiten kommen. Gut für uns ist, dass der Geraden in Portimao eine schnelle Vierte-Gang-Kurve vorausgeht. Ich hoffe, das minimiert unser Defizit, weil wir so etwas Speed mitnehmen können. Ich mag Portimao, die letzten Rennen waren wir sehr stark. Es gab keinen Grund, dass Bautista in Jerez seinen ersten Fehler machte. Danach sind ihm viele Fehler passiert. Einem Teil von mir tut das leid, ich weiß, wie schwer eine solche Situation ist – aber ich muss auf mich selbst schauen.»

Und ergänzte: «Ducati hat nach wie vor einen großen Vorteil auf den Geraden, deshalb werden wir es auf den Strecken in Argentinien und Katar schwer haben. Du kannst nicht mehr tun, als dein Bestes geben – jeder hat seinen Tag.»

WM-Stand nach Laguna Seca:

1. Jonathan Rea (Kawasaki), 433 Punkte
2. Álvaro Bautista (Ducati), 352
3. Alex Lowes (Yamaha), 220
4. Michael van der Mark (Yamaha), 215
5. Leon Haslam (Kawasaki), 202
6. Toprak Razgatlioglu (Kawasaki), 191
7. Chaz Davies (Ducati), 184
8. Tom Sykes (BMW), 170
9. Marco Melandri (Yamaha), 138
10. Sandro Cortese (Yamaha), 100
14. Markus Reiterberger (BMW), 60

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