Superbike-WM

Max Biaggi: «Aprilia RSV4-X reinrassiges Superbike!»

Von Günther Wiesinger - 03.10.2019 13:38

Der zweifache Superbike-Weltmeister Max Biaggi kümmerte sich höchstpersönlich um die Feinabstimmung der 39.000 Euro teuren Aprilia RSV4-X. Was der Römer über das Mega-Superbike aus Noale sagt.

Aprilia hat im April die neue Aprilia RSV4-X Limited Edition präsentiert, von der nur zehn Exemplare zum Preis von 39.000 Euro feilgeboten werden. Das Superbike ist eine Mega-Version der neuen 1100-ccm-RSV4 Factory, es leistet 225 PS bei 165 kg. Der 48-jährige Max Biaggi hat jetzt kurz vor der Auslieferung der stärksten käuflichen Aprilia die letzten Abstimmungsarbeiten in Mugello erledigt. Übrigens: 225 PS – das waren vor nicht allzu langer Zeit noch MotoGP-PS-Zahlen. Zum Beispiel bei den Claiming-Rule- und Open-Class-Bikes 2012 bis 2015.

«Ich habe die Feinabstimmung für die Elektronik gemacht. Wir haben einen Standard-Level für die zehn Käufer ausgetüftelt. Ich glaube, die Maschinen werden in den nächsten zwei Wochen ausgeliefert», erklärte der sechsfache Motorrad-Weltmeister im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Biaggi gewann vier 250-ccm-WM-Titel (drei auf Aprilia, einen auf Honda). 1998 schrieb er in Suzuka Geschichte, als er bei seinen allerersten 500-ccm-GP gleich beim Debüt in der Königsklasse auf der Marlboro-Honda NSR 500 des Kanemoto- Teams siegte. Und dann gewann er 2010 und 2012 im Aprilia-Werksteam die Superbike-WM.

2015 kehrte er als Wildcard-Pilot in Misano und Sepang noch einmal in die SBK zurück mit der Aprilia RSV4 – und erreichte im ersten Lauf in Sepang mit 44 Jahren Platz 3 auf dem Podium!

Ist das Modell «X Limited Edition» das stärkste Superbike, das Max je pilotiert hat? «Von der Motorleistung her, ja, die Power ist sehr ähnlich zur Werksmaschine, die ich 2015 gefahren habe», versichert Max. «Man darf ja nicht vergessen, dass der Motor 1100 ccm hat. Die Elektronik ist sehr ähnlich zum Werksbike von 2015. Auch das Verhalten des Motorrad ist vergleichbar, das Handling ist völlig identisch. Man fährt also ein reinrassiges Superbike.»

Das macht sich auch beim Getriebe bemerkbar: Der Leerlauf liegt ganz unten, dann werden die sechs Gänge nach oben geschaltet.

Für den Straßenverkehr ist die neue Aprilia nicht wirklich vorgesehen. Sie ist ein Rennmotorrad für zahlungskräftige Racing-for-Fun-Enthusiasten. Die X wird mit einem Titan-Auspuff von Akropovic ausgeliefert, vorne gibt es Brembo GP-4 MS-Bremszangen. Und das Bike rollt auf Slickreifen von Pirelli. Für die Superbike-WM wäre es angesichts fehlender Straßenzulassung und 1103 ccm ohnehin nicht homologationsfähig.

Auch Max Biaggi wird Eigentümer einer kostbaren Aprilia RSV4-X Limited Edition sein. «Ich habe ein Modell bestellt. Ich bekomme mein eigenes Motorrad. Aber es werden wirklich nur zehn Exemplare gebaut.»


Max Biaggi vergleicht die käufliche RSV4-X mit seinem Werks-Superbike von 2015 © Aprilia Racing Max Biaggi vergleicht die käufliche RSV4-X mit seinem Werks-Superbike von 2015

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