Markus Reiterberger: Letzte WM-Chance Kiefer Racing

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Markus Reiterberger

Markus Reiterberger

Nach dieser Saison ist für Markus Reiterberger Schluss im BMW-Werksteam, die Jobsuche für 2020 läuft auf Hochtouren. «Ein deutsches Team mit einem deutschen Motorrad und einem deutschen Fahrer wäre ideal», sagt er.

Teamchef Jochen Kiefer prüft nach dem Verlust seines Startplatzes in der Moto2-WM derzeit alle Möglichkeiten, die sich ihm im SBK-Paddock bieten. Von Ducati hat er inzwischen ein reizvolles Angebot für den Einsatz von einer oder zwei Panigale V4R erhalten, auf die Offerte von BMW wartet der Rheinland-Pfälzer.

Kiefer denkt auch über die Idee nach, welche ihm Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli in Magny-Cours präsentierte: 2020 in den beiden Supersport-Klassen anzutreten und sich nächstes Jahr in Ruhe auf den Einstieg in die Superbike-WM vorzubereiten.

Egal in welcher Klasse und mit welchem Fabrikat Kiefer Racing letztlich starten wird, feststeht, dass deutsche Fahrer auf den Motorrädern sitzen werden. Neben Jonas Folger und Lukas Tulovic nennt Kiefer Markus Reiterberger als Wunschpiloten.

SPEEDWEEK.com setzte sich vor dem Event in Argentinien am kommenden Wochenende mit Reiti zusammen und sprach über die Kiefer-Pläne.

Markus, Kiefer Racing arbeitet am Einstieg in die Superbike-WM. Ist eine Zusammenarbeit für dich vorstellbar?

Das wäre ideal. Kiefer will etwas auf die Beine stellen, was in diesem Fahrerlager schon lange fehlt. Jeder weiß, was das Kiefer-Team für Schicksalsschläge einstecken musste, das wäre eine schöne Konstellation.

Meine letzten Ergebnisse sind nicht so gut zu verkaufen, Kiefer stellt sich neu auf. Ich hoffe, dass er die Bedingungen um mich herum richtig einschätzen kann und etwas zusammenbringt. Ich brauche ein Ziel vor Augen, das mir momentan etwas fehlt. Wenn ich wieder Spaß am Fahren habe, dann bin ich auch schnell und kann mich wieder motivieren.

Für die Superbike-WM kommen für Kiefer nur BMW und Ducati als Partner in Frage. Beide Hersteller hätten ihren Reiz für dich?

Zu BMW habe ich eine lange Verbindung, es wäre schön, wenn es weitergeht. Ich kann die Leute bei BMW verstehen, sie haben sich andere Ergebnisse gewünscht. Ich habe mir auch gewisse Sachen gewünscht, das wurde von beiden Seiten nicht 100-prozentig erfüllt.

Im Moment fehlt mir etwas der Rückhalt, deshalb wäre es vielleicht an der Zeit, an anderen Haustüren zu klopfen. Es wäre schön, mal etwas Neues zu probieren – ich bin für alles offen und an nichts gebunden.

Sollte sich Kiefer mit BMW einigen, hättest du noch eine Rechnung offen und etwas zu beweisen?

Ja, das ist im Rennsport immer so. Darum geht es mir aber nicht, wir hatten schöne Zeiten zusammen. Es wäre aber auch interessant, mal etwas Neues zu fahren, ich fahre seit 2011 die gleiche Marke.

Vielleicht ist die neue BMW nicht für mich gemacht und ich habe auf einer anderen Maschine mehr Chancen.

Die Ducati Panigale V4R ist reizvoll?

Das Bike hat richtig Schub, ja. Es ist immer interessant, etwas Neues zu probieren. Das war auch mit der MotoGP-KTM so, das war saugeil. Aber es muss gut zusammenpassen. Man braucht das beste Paket; Jochen Kiefer wird abwiegen, wo er das bekommt – finanziell wie materiell. Beides ist ausschlaggebend.

Oschersleben steht vor der Rückkehr in den Kalender: Ist das eine gute Strecke für die Superbike-WM?

Wichtig ist, dass wir wieder einen deutschen WM-Lauf haben, egal wo. Oschersleben hat das Zeug dazu. Der Platz ist da, die Strecke ist in gutem Zustand. Für ein Superbike ist es nicht die schnellste Strecke, aber in der Langstrecken-WM sind wir dort gut zurechtgekommen. Das wäre definitiv eine Schau – idealerweise mit einem deutschen Team, einem deutschen Motorrad und einem deutschen Fahrer drauf. Ich hoffe, dass das die Entscheidungsträger bei BMW berücksichtigen und dafür offen sind.

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