Barni Ducati: Kauft sich Karel Abraham in SBK-WM ein?

Von Ivo Schützbach und Jiri Miksik
Superbike-WM

Leon Camier fällt nach seinem Sturz in Aragon für den zweiten Wintertest diese Woche in Jerez mit Knochenbrüchen aus und wird von Ducati-Testfahrer Michele Pirro vertreten. Hinter den Kulissen rumort es gewaltig.

Am 23. November erklärte der ehemalige MotoGP-Pilot Karel Abraham wider Willen seinen Rücktritt. Der 29-Jährige hatte zwar einen gültigen Vertrag mit Avintia Ducati für 2020, auf seinem Motorrad wird aber der Franzose Johann Zarco sitzen.

Abraham wird nachgesagt, er habe bei Avintia nicht die ganze versprochene Mitgift für die Saison 2019 abgeliefert, bei der Sponsorship-Zusage soll es um einen Betrag von zirka 1,5 Millionen Euro gegangen sein. Einen kleinen Teil des Betrags hatte Promoter Dorna zugesagt, um einen Lokalmatador für den Brünn-GP vorweisen zu können.

Abraham hat 214 Grand Prix absolviert und 2010 den Moto2-WM-Lauf in Valencia gewonnen. Am 23. November erklärte er bei einer Veranstaltung auf dem Masarykring in Brünn, er werde seine Karriere beenden.

Heute sickerte durch, dass es für den Tschechen doch noch weitergehen könnte – in der Superbike-WM! Wie unsere italienischen Kollegen von GPone.com berichten, könnte das Team Barni Ducati eine zweite Panigale V4R für Abraham einsetzen, sofern dieser für die Finanzierung aufkommt.

Diese Woche Donnerstag und Freitag wird Ducati-Testfahrer Michele Pirro für Barni ausrücken, weil Stammfahrer Leon Camier nach seinem Sturz am 14. November in Aragon am linken Arm und an der Schulter verletzt ist. Sein Team spricht von Knochenbrüchen, welche natürlich verheilen sollen. Bis zu den nächsten Tests Ende Januar in Jerez und Portimao wird der 33-Jährige wieder fit sein.

«Ich bin enttäuscht, weil Leon ein besseres Gefühl auf dem Motorrad bekommen muss», teilte Teamchef Marco Barnabo mit. «Momentan ist sein körperlicher Zustand aber wichtiger. Deshalb entschieden wir gemeinsam, kein Risiko einzugehen. Wir haben ein größeres Testprogramm mit neuen Teilen, deshalb entschieden wir uns, mit Pirro zu fahren. Wir kennen einander gut und er ist ein sehr feinfühliger Fahrer.»

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