Michael van der Mark: Die MotoGP-Risiken sind bekannt

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Für Michael van der Mark hat gewinnen Priorität

Für Michael van der Mark hat gewinnen Priorität

Seit Jurgen van den Goorbergh haben die Niederlande keinen MotoGP-Piloten mehr. Derzeit käme als Einziger Michael van der Mark in Frage, doch der 27-Jährige weiß, dass das kein Selbstläufer wäre.

Mit 29 Podestplätzen und drei Siegen in der Superbike-WM ist Michael van der Mark seit Jahren das Aushängeschild der Niederlande im internationalen Straßenrennsport. Der 27-Jährige wurde 2014 Supersport-Weltmeister und wechselte anschließend in die Superbike-WM. Die ersten zwei Jahre fuhr er für Honda, seit 2017 ist er im Yamaha-Werksteam.

Seit Jurgen van den Goorbergh haben die Niederlande keinen MotoGP-Piloten mehr. Der heute 50-Jährige startete von 1997 bis 2005 mit Unterbrechung in der Königsklasse (zuletzt bei Konica Minolta Honda) und hat zwei fünfte Plätze als beste Resultate vorzuweisen.

Van der Mark ist derzeit der einzige Niederländer, der als Nachfolger in Frage käme. «Wenn ich eine Möglichkeit wie damals mit Tech3 erhalte, mit so einem Team, mit einem guten Motorrad, dann würde ich liebend gerne MotoGP fahren», hielt das Yamaha-Ass fest. «Mit allem Respekt vor jedem Team und Motorrad, diese Maschinen sind unglaublich, ich gehe nicht dorthin, um 18. oder 19. zu werden. Wenn du dort ein schlechtes Jahr hast, dann gibt es keinen Platz mehr für dich. Mit der richtigen Gelegenheit würde ich gerne dort fahren, ich liebe es aber auch zu gewinnen. In der Superbike-WM bin ich diesem Ziel sicher näher, als ich es in der MotoGP-WM sein würde.»

Superbike-Rekordweltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) weiß: «Man muss sicherstellen, dass man zur richtigen Zeit auf dem richtigen Motorrad sitzt. Gehe nicht in die MotoGP-WM, wenn du auf einem Scheiß-Motorrad sitzt, das beendet deine Karriere.»

Verstehst du Eugene Laverty oder Loris Baz, dass sie es in der MotoGP-WM auf unterlegenem Material versucht haben, fragte SPEEDWEEK.com bei van der Mark nach. «Ich kann verstehen, dass es Fahrer versuchen wollen», entgegnete der Mann aus Gouda. «Aber ich denke anders. Sie haben gute Arbeit geleistet, aber ich will Rennen gewinnen. Deshalb bleibe ich lieber in der Superbike-WM. Ich will nicht zwei oder drei Jahre fahren, ohne in die Nähe des Podiums zu gelangen. Es sagt viel aus, dass sie so viel Motivation hatten, um dort zu bleiben.»

Zweimal durfte van der Mark bereits MotoGP-Luft schnuppern: 2017 fuhr er den Malaysia- und Valencia-GP bei Yamaha Tech3 als Ersatz für Jonas Folger, schaffte es mit sehr wenig Vorbereitungszeit als 16. und 17. aber nicht in die Punkte.

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