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Yamaha: Erstaunliches Angebot für Toprak Razgatlioglu

Von Ivo Schützbach
Die Angebote liegen auf dem Tisch, kein anderer Fahrer ist so gefragt wie der Superbike-Weltmeister von 2021, Toprak Razgatlioglu. SPEEDWEEK.com sprach mit Yamahas Racing-Manager Andrea Dosoli über die Verhandlungen.

Rekordchampion Jonathan Rea hat einen Vertrag mit Kawasaki bis Ende der Saison 2024, Alvaro Bautista hat am vergangenen Donnerstag mit Ducati für nächstes Jahr verlängert. Somit rückte automatisch Toprak Razgatlioglu ins Zentrum des Interesses, der Türke hat Angebote von Yamaha und laut eigener Aussage auch von anderen Herstellern auf dem Tisch liegen.

Topraks Manager Kenan Sofuoglu hat stets betont, dass er zuerst mit Yamaha über die Vertragsverlängerung reden werde, mit dem japanischen Hersteller hat sein Schützling 31 seiner 33 Siege errungen und die Weltmeisterschaft 2021 gewonnen.

Bei Yamaha ist zu hören, dass Razgatlioglu die beste Vertragsofferte erhielt, welche die Marke mit den drei Stimmgabeln im Logo je einem Superbike-WM-Piloten machte. Akzeptiert der 26-Jährige diese, macht ihn das wahrscheinlich zum Bestverdiener im SBK-Fahrerlager. «Er würde mehr bekommen als die meisten MotoGP-Piloten», sagt ein Yamaha-Insider.

SPEEDWEEK.com traf sich auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya mit Yamahas Racing-Manager Andrea Dosoli zum Vier-Augen-Gespräch.

«Wir sind jetzt das vierte Jahr zusammen und das war eine sehr erfolgreiche Reise», begann der Italiener mit blumigen Worten. «Wir sind alle glücklich und zufrieden mit unserer Partnerschaft, es gibt die Absicht von beiden Seiten, gemeinsam weiterzumachen. Wir wissen um den Nutzen unserer Zusammenarbeit und sind uns einig, was die Erwartungen und zu erreichenden Ziele betrifft. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass unser Paket aus einem konkurrenzfähigen Motorrad, der Unterstützung des Teams, dem Umfeld bei der Arbeit und auch außerhalb des Fahrerlagers sowie unser Angebot unterm Strich sehr stark sind. Ich bin optimistisch, dass wir gemeinsam weitermachen – es geht nur noch um Details. Ziel ist, den Vertrag bis Ende des Monats festzuzurren.»

Wieviel Geld habt ihr Toprak geboten? «Er hat ein Angebot bekommen, das seinem Wert als Fahrer auf und neben der Strecke entspricht», grinste Dosoli. «Toprak ist sehr beliebt, überall wo er hinkommt. Entsprechend ist er für Yamaha ein wichtiger Aktivposten. Und ich glaube, dass es schwierig für ihn wird, woanders ein Paket zu finden, wie ich es dir beschrieben habe. Wir haben ihm mit unserem Angebot gezeigt, wie sehr wir ihn schätzen.»

Selbst wenn ein anderer Hersteller Razgatlioglu deutlich mehr Geld bieten würde, wir sprechen dann von einem Basisgehalt weit über eine Million Euro, hat er dort keine Garantie für Erfolg. Und mit Erfolg sind Boni verbunden, für die Topraks Manager schon immer eine Vorliebe hatte. «Wenn ich ein Supersport-Rennen gewonnen habe, bekam ich mehr als Johnny Rea», erzählte Sofuoglu. «Wurde ich Zweiter, bekam ich nichts.»

Bei Yamaha hat Razgatlioglu die realistische Möglichkeit, sein Grundgehalt mit Erfolgsprämien signifikant zu erhöhen – auf einer Kawasaki oder BMW ist das erheblich schwieriger.

«Für die Fahrer geht es nicht nur ums Geld», weiß Dosoli. «Man muss auch wissen, was sie motiviert. Toprak ist ein Siegertyp. Deshalb glaube ich, dass er sich für das Paket entscheiden wird, das ihm die Möglichkeit bietet, Erfolg zu haben. Wenn du ein Siegertyp bist, dann musst du vorne mitmischen. Solche Fahrer ziehen ihre Motivation aus Kämpfen um Podestplätze, ihr Lebenssinn ist, der Beste zu sein.»


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