Wahre Champions zeichnet aus, dass sie sich von Tiefschlägen erholen. Nach null Punkten in Aragón hatte Eugene Laverty den Sieg in Assen nicht auf dem Plan.
Lando Norris ist Formel-1-Weltmeister 2025, mit Rang 3 in Abu Dhabi hat er sich erstmals den Titel gesichert, als elfter Fahrer aus Grossbritannien. Aber wer ist dieser Lando Norris eigentlich?
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Nach der Nullrunde in Aragón (Ausfall/Sturz) hat Aprilia-Werksfahrer Eugene Laverty angekündigt, dass er sich darüber nicht den Kopf zerbrechen und stattdessen nach vorne schauen werde.
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Im gesamten ersten Rennen in Assen kämpfte Laverty mit Jonathan Rea (Pata Honda) und Aprilia-Teamkollege Sylvain Guintoli um Rang 2. Tom Sykes (Kawasaki) war direkt nach dem Start enteilt und für das Trio uneinholbar. Als es in der letzten Runde um die zwei restlichen Podestplätze ging, war Laverty derjenige, der nichts zu bestellen hatte. "Ich versuchte an Guintoli vorbeizukommen", unterstrich Eugene. "Aber er fährt sehr ähnlich wie ich und sitzt auf dem gleichen Motorrad. Mir fällt es dadurch unglaublich schwer, ihn zu überholen. Er hat sich sehr schnell an die Aprilia angepasst, kann die Stärken bereits hervorragend ausspielen. Das macht uns auf der Strecke ebenbürtig." Für Lauf 2 war Laverty besser gewappnet. Bis drei Runden vor Ende ließ er Sykes die Führungsarbeit machen, dann schlug er zu. Abschütteln konnte er den Engländer in Grün nicht, es wurde eine Zentimeterentscheidung auf der Ziellinie – zu Gunsten von Laverty. "Mein Plan für das Rennen war, im Windschatten von Tom dem Rest des Feldes davonzufahren – und Zweiter zu werden", erklärte der Sieger SPEEDWEEK.com. "Schon nach ein paar Runden begann ich aber an den Sieg zu denken. Also studierte ich Tom und suchte nach Stellen, an denen ich stärker bin."
Laverty wechselte für das zweite Rennen auf den weicheren Hinterreifen, dieser hat sich aber "sehr ähnlich angefühlt". Den Hauptunterschied machten die Änderungen am Chassis aus, verriet der Nordire. "Mein Gefühl für das Motorrad war fantastisch. Wir wussten genau, was wir zu ändern hatten, weil meine Probleme im ersten Rennen von Runde zu Runde schlimmer wurden. Die Änderungen bargen ein gewisses Risiko in sich und ich habe auch einige Runden gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Es war eine echte Transformation."
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"Erwarten konnten wir einen Sieg nicht", gab der Aprilia-Werksfahrer zu. "Max Biaggi und ich hatten letztes Jahr Riesenprobleme in Assen. Dann ging durch den Regen am Freitag auch noch jede Menge Zeit drauf, um eine gute Trockenabstimmung zu finden." Kaum zu glauben: Es war der erste Aprilia-Sieg in Assen!
Laverty versichert, dass er nach der Nullrunde in Spanien in kein mentales Loch gefallen ist: "Es gab auch in der Vergangenheit Tage, an denen ich mich selbst geschlagen habe. Der Sturz in Lauf 2 war das Resultat des Ausfalls in Lauf 1. Ohne den Ausfall wäre mir der Fehler nie passiert. Aber darüber habe ich mir keinen Kopf gemacht – es war einfach ein mieser Tag." Gemeinsam mit Sykes und BMW-Werksfahrer Chaz Davies liegt Laverty nun punktgleich auf WM-Rang 2, doch bereits 28 Punkte hinter seinem Teamkollegen und WM-Leader Sylvain Guintoli. "Dass ich Guintoli im ersten Lauf nicht schlagen konnte, hat mich geärgert", gab Laverty zu. "Aber der Schlüssel zum WM-Titel liegt in der Konstanz. Ich muss möglichst oft aufs Podium fahren. Der Sieg schmeckt natürlich besonders süß."
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