Max Neukirchner: Bester Startplatz trotz Motorschaden

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
In Superpole 1 stürmte Max Neukirchner auf Rang 6, letztlich wurde es Startplatz 11. Die Rennstrecke in Moskau kommt der Ducati 1199 Panigale entgegen.

Ducati-Werksfahrer Carlos Checa braust am morgigen Sonntag von Startplatz 6 los, Max Neukirchner von 11. Vergleicht man die besten Zeiten der beiden, verliert der Sachse 0,7 sec auf den Weltmeister von 2011.

Neukirchner qualifizierte sich in Superpole 1 mit einem Qualifyer-Reifen als Sechster für die zweite Session. Dort gelang ihm die gleiche Zeit, was dann aber nur noch für Rang 11 reichte, gleichzeitig sein Startplatz in den Rennen am Sonntag. Der Beste in dieser Saison!

Ein erstaunliches Resultat, bedenkt man die Umstände: Während des nassen zweiten Qualifyings am Samstagmorgen hauchte der Motor an Neukirchners Ducati Panigale sein Leben aus, das MR-Racing-Team musste in aller Eile das Aggregat wechseln, wurde aber erst während des zweiten freien Trainings fertig. «Als ich raus wollte, begann es zu regnen», erzählte Neukirchner SPEEDWEEK.com. Er verlor viel Trainingszeit. «Eigentlich bin ich heute nur in der Superpole zum Fahren gekommen.»

Handlichkeit des Motorrades ist wichtig

Dass es in Russland trotzdem so gut läuft, liegt an der Charakteristik der Strecke. «Ich bin zwar das erste Mal hier, kam aber auf Anhieb gut zurecht in dem ganzen Geschlängel. Es gibt hier lauter halbe Kurven, man muss kaum mal richtig hart ans Gas gehen. Wichtig ist, dass man ein handliches Motorrad hat.»

Neukirchner hat mehrfach in diesem Jahr bemängelt, dass sich die Kraft des 1200 ccm großen Zweizylinder-Motors von Ducati zu brachial entfaltet. Für Moskau bekam er ein neues Motor-Mapping, welches das Problem etwas kaschiert. «Es gibt drei Kurven, in denen man richtig Gas geben muss», erklärte der Ducati-Pilot. «In denen merkt man sofort, wie Unruhe ins Fahrwerk kommt. Für dieses Wochenende ist mein Fazit positiv. Wenn wir aber wieder auf andere Strecke kommen, werden unsere Probleme erneut zutage treten.»

Was in den Rennen am Sonntag möglich ist, kann der einzige deutsche Fahrer in der Superbike-WM nicht abschätzen: «Ich konnte meine Rennpace nicht testen. Ich weiß auch nicht, wie lange die Reifen halten, ich lasse mich überraschen. Wir verlieren alleine auf der langen Geraden 0,4 sec. Mit mehr Spitzenleistung würde das anders aussehen.»

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