Feel Racing: «Wechsel zu Aprilia ist unrealistisch»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

In Italien wird davon geträumt, dass Feel Racing 2014 mit Eugene Laverty und Chaz Davies auf Aprilia in der Superbike-WM antritt. Die Wahrheit sieht anders aus.

Durch den Rückzug von BMW aus der Superbike-WM ändert sich für 2014 einiges. Es gibt zwei Werksmotorräder weniger, Marco Melandri und Chaz Davies müssen sich neue Jobs suchen. Melandri schielt auf den Platz von Eugene Laverty im Aprilia-Werksteam und könnte nächstes Jahr an der Seite von WM-Leader Sylvain Guintoli fahren.

Feel Racing, der technische Partner hinter dem BMW-Werksteam, werden Verhandlungen mit Aprilia nachgesagt, Laverty und Davies sei die ideale Fahrerpaarung, heißt es. «Nichts ist entschieden, wir stehen erst am Anfang», erzählte Feel-Racing-Chef Daniele Casolari SPEEDWEEK.com. «Freitag in Silverstone begann ich mit Leute zu reden, schaute, was es für Möglichkeiten gibt. Natürlich wollen wir in der Superbike-WM bleiben – aber das ist ein Wunsch. Dazu brauchst du Budget und ein Projekt, mit dem es weitergeht. Im Moment sind nicht alle diese Voraussetzungen gegeben.»

Casolari: «Zum Superbike fahren brauchst du viel Geld»

«Echte Werksmotorräder wird es 2014 nur von Aprilia, Ducati und Kawasaki geben, wobei die Ducati 1199 Panigale derzeit nicht siegfähig ist. «Ein Wechsel zu Aprilia wäre logisch, wir sind aber weit davon entfernt das zu verkünden», so Casolari. «Aprilia braucht kein Werksteam, sie haben eines. Sie brauchen eventuell neue Kunden. Um Kunde zu sein, brauchst du aber Budget. Wenn du Superbike fahren willst, brauchst du viel Geld. Weil dann willst du ja auch einen Fahrer wie Melandri, Davies oder Laverty haben. Wenn wir als Kunde zu Aprilia gingen, wäre sie natürlich sehr glücklich, weil wir ein sehr professionelles Team sind. Der Unterschied zwischen den Werksbikes und den Kundenbikes ist auch minimal. Mit dem richtigen Fahrer unter Vertrag geben sie einem sicher die nötige Unterstützung. Die Frage bleibt trotzdem, woher das Budget kommt.»

«Wir reden mit GoldBet, sicher ist nichts», meint Casolari zu Verhandlungen mit dem aktuellen Hauptsponsor des BMW-Werksteams, der auch für 2014 sehr willkommen wäre. «Sie haben einen Vertrag mit BMW. Natürlich gibt es eine Verbindung zwischen BMW, GoldBet und Feel Racing. Wenn wir vom Team BMW GoldBet reden, sprechen wir über ein Werksteam. Wenn wir kein Werksteam mehr sind, könnte das zu einem Problem werden. Mit meiner Firma alleine kann ich ein solches Projekt nicht stemmen. Ich arbeite an Ideen, die ich Sponsoren präsentieren kann. Der Wechsel zu Aprilia ist nicht realistisch. Es hat nicht den Anschein, dass sie das Budget für ein zweites Team haben. Unsere Struktur ist zu teuer, um ohne Werksunterstützung überleben zu können.»

Die heutige Firma Feel Racing wurde 1989 als Zulieferer-Firma für Ducati gegründet. Daraus wurde später Ducati Performance, nach dem Rückzug von Virginio Ferrari übernahm Feel Racing das Superbike-Werksteam von Ducati. Ende 2010 stieg Ducati werksseitig aus, Feel Racing machte mit BMW Italia weiter, wurde 2013 zum BMW-Werksteam.

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