Chaz Davies: «Die Panigale ist kein Alien-Bike»

Von Ivo Schützbach
«An diesem Motorrad ist nicht alles schlecht, es hat auch Vorteile.» Das sagt der neue Ducati-Werksfahrer Chaz Davies über die erfolglose 1199 Panigale.

Neues Team, neue Fahrer, andere Gewichtsverteilung, MotoGP-Elektronik: Ducati versucht verzweifelt den Anschluss an die Spitze der Superbike-WM zu schaffen.

«Das Problem mit mangelndem Topspeed müssen wir als Erstes lösen», hielt Werksfahrer Chaz Davies gegenüber SPEEDWEEK.com nach dem Jerez-Test diese Woche fest. «Wenn man mehr Topspeed hat, muss man mehr mit dem Chassis arbeiten, weil es bei mehr Speed schwieriger abzustimmen wird. So geht das Schritt für Schritt. Wir müssen an allen Bereichen arbeiten: Motor, Elektronik, Chassis und Kleinigkeiten wie der Verkleidung. Das Reglement erlaubt ja nur gewisse Änderungen. Aber auch Kleinigkeiten können einen Unterschied ausmachen.»

Während Ducati in der Vergangenheit alle Erfolge mit einem Gitterrohrrahmen errang, verfügt die Panigale als einziges Serien-Motorrad über einen Monocoque-Rahmen mit dem Motor als tragendem Element. «Wenn ich das Motorrad fahre, fühlt sich das Chassis nicht irgendwie besonders an», meinte Davies. «Man merkt nicht, dass es aus zwei Teilen besteht, es fühlt sich wie ein normales Motorrad an. Von außen sieht es ganz anders aus, auf der Strecke fühlt es sich aber gleich an.»

Der Waliser fährt fort: «Ich weiß nicht, ob dieses Chassis-Konzept einen Vorteil bietet. Ich kenne die Technik dahinter noch zu wenig, die technische Theorie, anhand derer es entwickelt wurde. Wenn es Ducati gelingt mit diesem neuen Konzept traditionelle Motorräder zu schlagen, dann ist das sehr schön und die Befriedigung ist entsprechend größer.»

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