Ducati: Weshalb Feel Racing besser ist als Alstare

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Nach einer desaströsen Saison 2013 wechselte Ducati Anfang des Jahres von Alstare zum alten Partner Feel Racing. Superbike-Direktor Ernesto Marinelli erklärt, weshalb diese Ehe besser funktioniert.

Anfang 2013 kehrte Ducati nach zwei Jahren Auszeit werksseitig in die Superbike-Weltmeisterschaft zurück. Der frühere Partner Feel Racing, mit dem zusammen bis Ende 2010 das erfolgreichste Team der Superbike-Geschichte gebildet wurde, war damals nicht verfügbar, er war mit dem BMW-Werksteam verbandelt.

Ducati entschied sich für das Alstare-Team des Belgiers Francis Batta und brachte zugleich das neue Motorrad, die 1199 Panigale R. Das Jahr geriet zum Desaster. Ducati und Altare hatten grundlegend verschiedene Meinungen, was Kompetenzen und Problemlösungen betraf. Zudem verletzte sich Aushängeschild Carlos Checa schwer, ohne den dritten Platz von Ayrton Badovini im Regen von Moskau hätte Ducati das Jahr ohne Podestplatz beendet.

Ducati und Alstare trennten sich, mit dem alten Partner Feel Racing wurde für 2014 eine neue Ehe eingegangen. Ducati leistete sich mit Chaz Davies und Davide Giugliano ein neues Fahrerduo, auf der stark verbesserten Panigale holten sie dieses Jahr sechs Podestplätze (kein Sieg) und belegten in der Weltmeisterschaft die Ränge 6 und 8.

Bei Alstare mangelte es an Teamgeist

«Mit Feel Racing ist es, als hätten wir die Uhr einige Jahre zurückgedreht», lässt Ernesto Marinelli, Superbike-Direktor von Ducati, das Jahr Revue passieren. «Als wir wieder mit ihnen zusammenkamen, war alles bekannt für uns, ich bin sehr zufrieden damit, Serafino Foti an meiner Seite zu haben. Ich wollte ihn schon die letzten Jahre haben, aus verschiedenen Gründen war das aber unmöglich. Das Team hat sich sehr schnell und sehr gut zusammengefügt. Letztes Jahr mit Alstare hat es an Teamspirit gemangelt, dieser ist im Rennsport aber essentiell. Seit dem ersten Test war klar, dass es besser läuft. Wir haben sofort einen Schritt nach vorne gemacht, obwohl das Motorrad dasselbe war – bis auf die neue ECU.»

«Unser Motorrad war letztes Jahr jung, das war aber nicht das einzige Problem», meinte der 192 cm große Italiener. «Wir hatten viele andere Probleme, die nichts mit dem Bike zu tun hatten. Dazu Pech mit Stürzen. Wenn es schlecht läuft, und man keinen gefestigten Teamgeist hat, dann fällt alles auseinander. Das ist, was uns passiert ist. Auf der anderen Seite ist es aber so, dass man am meisten lernt, wenn es schlecht läuft. Dann findet man wirklich heraus, was nicht funktioniert.»

«Ich habe großen Respekt vor Francis Batta, er ist auch ein Freund. Mir tut es wirklich Leid, dass die Zusammenarbeit nicht funktioniert hat, es hätte eine gute Partnerschaft werden können. Ich halte ihn aber immer noch für einen leidenschaftlichen und sehr guten Menschen.»

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