Kawasaki wird in der Superbike-WM 3 Jahre verlängern

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Seit Monaten verhandelt Kawasaki mit dem spanischen Provec-Team über die Vertragsverlängerung in der Superbike-WM. Es soll auch mit den Weltmeistern Jonathan Rea und Tom Sykes weitergehen.

Nach der Saison 2011 trennte sich Kawasaki vom britischen Team von Paul Bird und wechselte zu den Spaniern von Provec. Seither sind Erfolge zur Normalität geworden. 2012 verpasste Tom Sykes den WM-Titel gegen Max Biaggi (Aprilia) nur um einen halben Punkt, im Jahr darauf wurde der Engländer Weltmeister. 2014 fehlten Sykes mickrige sechs Punkte gegen Sylvain Guintoli (Aprilia), letztes Jahr wurde Jonathan Rea überlegen Weltmeister, wie wenige vor ihm.

Seit 2012 hat Kawasaki zwei Fahrer-WM-Titel gewonnen und die Fahrerwertung nie schlechter als auf Rang 2 beendet. Vor dem Superbike-Event in Assen an diesem Wochenende führt Rea die Meisterschaft mit 26 Punkten Vorsprung auf Chaz Davies (Ducati) souverän an, Sykes liegt auf Gesamtrang 3.

Kawasakis Geschäftsjahr schloss Ende März, über die Vertragsverlängerung mit Provec herrscht Einigkeit. Die Zusammenarbeit soll bis mindestens Ende 2019 fortgesetzt werden.

«Kawasaki ist nach wie vor sehr enthusiastisch und motiviert», erzählte Teammanager Guim Roda SPEEDWEEK.com. «Sie sind zufrieden mit dem Wachstum der Meisterschaft, glauben an das Projekt und sehen den direkten Link zwischen der Serienmaschine und dem Superbike. Bei Kawasaki ist es so, dass alles, was wir auf der Rennstrecke lernen, in das Serienmotorrad einfließt.»

In Assen hat Kawasaki zwei neue Lkw-Auflieger dabei, ein weiteres Indiz für die Investitionsfreudigkeit der Japaner.

Kawasaki unternimmt auch einiges, um seine Weltmeister Rea und Sykes zu halten. Die Verträge beider laufen zum Saisonende aus, ein ähnlich gutes Motorrad und dazu volle Werksunterstützung könnte ihnen momentan nur Ducati bieten, wo Davide Giugliano auf dem Schleudersitz hockt.

«Rea und Sykes stacheln sich gegenseitig an, das Paket aus Motorrad und Fahrer ist gut», so Roda. «Kawasaki will mit beiden weitermachen, wir reden regelmäßig miteinander.»

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