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Martin Smolinski: Wieso ihn die Medien so lieben

Von Jan Sievers
Nicht nur sportlich hat sich Martin Smolinski bislang blendend verkauft. Auch sein Auftreten im Speedway-GP ist vorbildlich und ruft viele Neider hervor.

Mit Martin Smolinski Interviews zu führen, ist eine wahre Freude. Während man anderen Piloten jedes Wort aus der Nase ziehen muss, sprudeln druckfähige Sätze nur so aus dem Olchinger heraus. Eine Tatsache, über die auch die TV-Leute begeistert sind. Selten gibt es Fahrer, die für so viel Gesprächsstoff nach ihren Interviews sorgen.

Auch das Auftreten des gesamten Smolinski-Teams im Speedway-GP ist professionell und abgeklärt. Die Box mit der Nummer 84 würde beim Award der schönsten Stellwände ganz weit vorne liegen. Während Smolinski und Nicki Pedersen dabei Maßstäbe setzen, gibt es noch heute Fahrer, die es nicht einmal hinbekommen eine Werbeplane oder einen Roll-up-Banner in ihrer Box zu platzieren. Trotz zahlreichen umherschwirrenden TV-Teams und ständigem Gejammer über fehlende Sponsoren.

Auch die GP-Macher von BSI freuen sich über den Deutschen und loben sein Auftreten.

Neulinge, die sich besonders gut anstellen, sind bei der Konkurrenz selten beliebt. Wer dann auch noch in den Boxen ordentlich auffährt, übertreibt es.

«Ich habe noch ein dickes Zelt vor meine Box gebaut», erklärte Smolinski in Bromberg, weshalb er als Einziger im Fahrerlager seine Box erweiterte. «Mein Dank geht an Chris Harris, dem ich mein Zelt vor die Nase bauen musste, weil es so groß war. Aber sonst hätten wir im Regen gestanden. Manche andere im Fahrerlager haben geguckt: Was baut der Smolinski denn da auf? Wir sind im Speedway-Grand-Prix, das ist das Höchste was es gibt, und ich bin von unserem Erscheinungsbild noch lange nicht da, wie ich es mir erträume. Wir werden von Veranstaltung zu Veranstaltung weiter daran arbeiten. Ich bin sicher, ich kann noch eins drauf setzen.»

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