Horsens-GP: Kildemand brilliert, Pedersen strauchelt

Von Helge Pedersen
Speedway-GP

Obwohl WM-Leader Tai Woffinden im Speedway-GP in Horsens nicht seinen besten Abend erlebte und im Finale disqualifiziert wurde, baute er seine WM-Führung aus. Peter Kildemand siegte vor Matej Zagar und Michael J. Jensen.

Nach den 20 Vorläufen führten Daugavpils-Sieger Maciej Janowski und Jason Doyle die Punkteliste an – beide scheiterten im Halbfinale.

Diese Hürde erwies sich auch für den WM-Zweiten Nicki Pedersen als zu hoch. Der Däne war in seinem zweiten Lauf nach einem Sturz disqualifiziert worden und rettete sich mit sieben Punkten nur dank der besseren Majorität der Plätze ins Halbfinale. Dort wurde er jedoch hinter Peter Kildemand, Michael Jepsen Jensen und Doyle Letzter.

Im Finale trafen Kildemand und Jensen auf WM-Leader Tai Woffinden und Matej Zagar. Im ersten Versuch gelang Zagar von der schlechtesten Startbahn 3 ein Traumstart. Er führte vor Kildemand, der Däne wurde eingangs der zweiten Kurve von Woffinden weggeschoben, der Lauf daraufhin abgebrochen und der Weltmeister von 2013 disqualifiziert.

Den Wiederholungslauf gewann Kildemand vom Start weg – sein erster Grand-Prix-Sieg! Zagar holte eineinhalb Runden außen herum Schwung und ging Eingang der vierten Runde außen an Jensen vorbei und wurde so Zweiter.

Kildemand bestritt erst seinen achten Grand Prix, zum vierten Mal stand er im Finale. In seinen sieben Läufen in Horsens ging der 26-Jährige dreimal zu Boden! «Jedes Mal wenn ich stürzte, war mein Bike beschädigt», erzählte der Däne. «Meine Jungs in der Box haben gute Arbeit geleistet. Als ich die Ziellinie als Sieger kreuzte, stand die Welt für einen Moment still, so glücklich war ich.»

Woffinden baute seine WM-Führung trotz der Disqualifikation im Finale gegenüber seinem Verfolger Pedersen von neun auf 13 Punkte aus. Dafür, dass er Kildemand von der Maschine geholt hat, entschuldigte er sich öffentlich. «Er hat mir sogar noch Tipps gegeben wie ich fahren soll – und es hat funktioniert», so Kildemand.

Zagar hat mit seinem zweiten Platz in der Gesamtwertung zu Titelverteidiger Greg Hancock auf Platz 3 aufgeschlossen. Der Kalifornier erlebte einen miesen Abend, hatte überwiegend schlechte Starts und holte bei einem Laufsieg nur sieben Punkte.

Ergebnisse Speedway-GP Horsens/DK

Vorläufe:

1. Maciej Janowski (PL), 12 Punkte
2. Jason Doyle (AUS), 11
3. Michael Jepsen Jensen (DK), 10
4. Chris Holder (AUS), 9
5. Peter Kildemand (DK), 8
6. Matej Zagar (SLO), 8
7. Tai Woffinden (GB), 8
8. Nicki Pedersen (DK), 7
9. Andreas Jonsson (S), 7
10. Greg Hancock (USA), 7
11. Niels-Kristian Iversen (DK), 7
12. Thomas H. Jonasson (S), 7
13. Mikkel Michelsen (DK), 6
14. Troy Batchelor (AUS), 6
15. Krzysztof Kasprzak (PL), 4
16. Chris Harris (GB), 2

1. Halbfinale: 1. Woffinden. 2. Zagar. 3. Janowski S. 4. Holder S/D.

2. Halbfinale: 1. Kildemand. 2. Jensen. 3. Doyle. 4. Pedersen.

Finale: 1. Kildemand. 2. Zagar. 3. Jensen. 4. Woffinden D.

Stand nach 7 von 12 Rennen: 1. Woffinden, 91 Punkte. 2. Pedersen 78. 3. Hancock 65. 4. Zagar 65. 5. Holder 61. 6. Iversen 61. 7. Doyle 60. 8. Janowski 58. 9. Jensen 54. 10. Jonsson 45. 11. Jonasson 37. 12. Kildemand 37. 13. Batchelor 36. 14. Harris 34. 15. Jaroslaw Hampel (PL), 31. 16. Kasprzak 25.

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