Speedway-GP

Krsko: Greg Hancock feiert 19. GP-Sieg, Zagar patzt

Von Helge Pedersen - 13.09.2015 07:26

Weltmeister Greg Hancock überholte mit seinem Sieg im Speedway-Grand-Prix in Krsko Nicki Pedersen in der Gesamtwertung und ist jetzt Zweiter. Tai Woffinden baute seinen Vorsprung auf 25 Punkte aus.

Weltmeister Greg Hancock und WM-Leader Tai Woffinden waren auf der Bahn im slowenischen Krsko die überragenden Piloten. Hancock unterlag in den fünf Vorläufen lediglich dem Australier Jason Doyle, Woffinden Hancock und Peter Kildemand. Beide gewannen ihr Halbfinale, im Finale hieß es Hancock vor Woffinden, Kildemand und Nicki Pedersen.

«Ich wünschte, ich hätte Tai in diesem Jahr etwas mehr Gegenwehr leisten können», sagte Weltmeister Hancock angesichts 25 Punkten Rückstand. «Ich hatte große Hoffnungen meinen Titel zu verteidigen, in einigen entscheidenden Rennen lief es aber nicht so gut, wie ich erhofft hatte.»

Hancock zeigte brillante Starts und überragenden Speed, dem lediglich Woffinden folgen konnte. Mit 20 von 21 möglichen Punkten überholte Hancock in der Gesamtwertung Nicki Pedersen und ist jetzt Zweiter. Allerdings fehlen ihm auf Woffinden bereits 25 Punkte – unter normalen Umständen in nur noch drei Rennen kaum aufzuholen.

Woffinden hatte teilweise schlechte Starts, münzte seine fabelhafte Maschinenbeherrschung aber in grandiosen Speed um und sorgte so für viel Unterhaltung. Obwohl der Engländer einen Punkt weniger holte als sein nun nächster Verfolger Hancock, erhöhte er seinen Vorsprung in der Gesamtwertung um einen Punkt.

«Für mich geht es vor allem darum Punkte zu sammeln, auch wenn es schön gewesen wäre den Grand Prix zu gewinnen», erzählte der WM-Leader, der erst vier Siege auf seinem Konto hat. «Aber es freut mich, dass ich wieder auf dem Podium stehe. Im letzten Rennen hier 2013 wurde ich auch Zweiter. Ich fühle mich obenauf, ich bin so fit, so gesund und immer noch frisch – es ist, als hätte meine Saison gerade erst begonnen.»

Peter Kildemand kämpfte im Finale seinen dänischen Landsmann Nicki Pedersen nieder und wurde Dritter. Mit 13 Punkten verbesserte sich der 26-Jährige in der Gesamtwertung auf den zehnten Platz. Auf Rang 8 fehlen Kildemand 13 Punkte – lediglich die Top-8 haben einen garantierten Startplatz im Grand Prix 2016. Erstaunlich: Der Däne kam erst im vierten Grand Prix als Ersatz für den verletzten Polen Jaroslaw Hampel zum Einsatz, fuhr also drei Rennen weniger als seine Gegner.

Im Kampf um die Silbermedaille sind Hancock (102 Punkte) und Pedersen (98) weiter eng beisammen. Landsberg-Sieger Matej Zagar wollte auf seiner Heimbahn zu dem Duo aufschließen, patzte in Krsko aber und schied bereits vor den Halbfinales aus. Der 32-Jährige bleibt WM-Vierter und hält bei 89 Punkte.

Ergebnisse Speedway-GP Krsko/SLO:

Vorläufe: 1. Greg Hancock (USA), 14 Punkte. 2. Tai Woffinden (GB), 13. 3. Nicki Pedersen (DK), 11. 4. Peter Kildemand (DK), 10. 5. Niels-Kristian Iversen (DK), 10. 6. Jason Doyle (AUS), 10. 7. Chris Holder (AUS), 9. 8. Troy Batchelor (AUS), 9. 9. Maciej Janowski (PL), 9. 10. Matej Zagar (SLO), 8. 11. Andreas Jonsson (S), 4. 12. Chris Harris (GB), 4. 13. Krzysztof Kasprzak (PL), 3. 14. Thomas H. Jonasson (S), 2. 15. Michael Jepsen Jensen (DK), 2. 16. Dennis Stojs (SLO), 1. 17. Aleksander Conda (SLO), 1.

1. Halbfinale: 1. Hancock, 3 Punkte. 2. Kildemand 2. 3. Doyle 1. 4. Holder 0.

2. Halbfinale: 1. Woffinden 3. 2. Pedersen 2. 3. Iversen 1. 4. Batchelor 0.

Finale: 1. Hancock 3. 2. Woffinden 2. 3. Kildemand 1. 4. Pedersen 0.

Stand nach 9 von 12 Läufen: 1. Woffinden, 127 Punkte. 2. Hancock 102. 3. Pedersen 98. 4. Zagar 89. 5. Iversen 81. 6. Holder 78. 7. Doyle 77. 8. Janowski 72. 9. Jensen 66. 10. Kildemand 59. 11. Jonsson 55. 12. Batchelor 49. 13. Harris 43. 14. Jonasson 40. 15. Jaroslaw Hampel (PL), 31. 16. Kasprzak 29.

Die Top-3 von Krsko: Tai Woffinden, Greg Hancock und Peter Kildemand (v.r.) © Pabijan Die Top-3 von Krsko: Tai Woffinden, Greg Hancock und Peter Kildemand (v.r.) Peter Kildemand feierte Rang 3 © Pabijan Peter Kildemand feierte Rang 3 Lauf 2: Links Nicki Pedersen, rechts stürzen Thomas H. Jonasson und Maciej Janowski © Pabijan Lauf 2: Links Nicki Pedersen, rechts stürzen Thomas H. Jonasson und Maciej Janowski

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