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Race-off Manchester: Australier ringen Dänen nieder

Von Helge Pedersen
Erst im letzten von 20 Läufen des Race-offs des Speedway-World-Cups in Manchester sicherten sich die Australier gegen Dänemark, Russland und die USA das letzte Finalticket für Samstagabend.

Weil aufgrund des Wetters keine perfekte Bahnvorbereitung möglich war, langweilte uns die erste Hälfte des Race-offs mit Prozessionsläufen. Erst ab Rennmitte konnten die Piloten ihre fahrerische Klasse auch in Überholmanöver umsetzen.

Die Entscheidung fiel im letzten Lauf. In diesem hätte Niels-Kristian Iversen vor Jason Doyle ins Ziel kommen müssen, damit die Dänen mit den Australiern gleichziehen. Iversen hätte so ein Stechen um den Sieg erzwingen können. Doch der überragende WM-Dritte Doyle blieb auch in diesem Lauf ungeschlagen und krönte seinen Abend mit einem Maximum.

Doyle zur Seite stand ein mit 12 Punkten starker Sam Masters, Chris Holder lieferte mit neun eine durchschnittliche Leistung ab. Max Fricke stürzte im ersten Durchgang nach einer Kollision mit Grigorij Laguta. Der Russe überzog Kurvenmitte, Fricke konnte nicht ausweichen, crashte und verletzte sich am Ellbogen. Für ihn sprang in den restlichen Läufen U21-Pilot Brady Kurtz ein, der nie Letzter wurde und tadellose sechs Punkte holte.

Die Dänen unterlagen letztlich mit 41 zu 44 Punkten. Hätte Iversen nicht in Lauf 9 als Joker vier statt zwei Punkte geholt, wäre der Rückstand noch größer ausgefallen. Die Niederlage geht auf die Kappe von Kenneth Bjerre und Leon Madsen, die beide erst ab dem dritten Durchgang auf Speed kamen. Teammanager Hans Nielsen wird sich in Dänemark viele Fragen gefallen lassen müssen, ob es gescheit war den dreifachen Weltmeister Nicki Pedersen nicht aufzustellen – auch wenn dieser momentan nicht in überragender Form fährt.

Die Russen als Dritte mischten zwar zu keiner Zeit mit im Kampf um den Sieg, zeigten aber insgesamt eine solide Leistung. Stark fuhr einmal mehr Emil Sayfutdinov, der zwar nur zwei seiner sechs Läufe gewann, aber 16 Punkte beisteuerte – einen Sieg holte er als Joker.

Was die Amerikaner im Nationalstadion von Manchster zeigten, war keine Werbung für den Sport – einige sprechen gar von Wettbewerbsverzerrung. In Event 2 haben sie sich dank eines überragenden Greg Hancock gegen Deutschland für das Race-off qualifiziert, in diesem fehlte aber sowohl der WM-Leader als auch Ricky Wells. Beide verzichteten, weil es gegen die übermächtigen Australier, Dänen und Russen sowieso keine Chance auf den Finaleinzug gab.

Teammanager Lance King, 1984 hinter Erik Gundersen und Hans Nielsen WM-Dritter, nominierte stattdessen Luke Becker und Broc Nicol. Für die beiden Youngster war es sicher eine großartige Erfahrung, in einem solchen Rennen waren sie fahrerisch aber überfordert – zehnmal null Punkte! Lediglich Ryan Fisher zeigte mit sechs Punkten eine ordentliche Leistung, dank drei weiterer von Billy Janniro kamen die Amis auf insgesamt 9.

Ergebnisse Speedway-World-Cup Race-off Manchester:

1. AUSTRALIEN, 44 Punkte: Chris Holder 9, Sam Masters 12, Max Fricke 2, Jason Doyle 15, Brady Kurtz 6.

2. DÄNEMARK, 41 Punkte: Kenneth Bjerre 7, Leon Madsen 7, Michael Jepsen Jensen 11, Niels-Kristian Iversen 16.

3. RUSSLAND, 32 Punkte: Grigorij Laguta 7, Emil Sayfutdinov 16, Andrej Kudriashov 4, Artem Laguta 5.

4. USA, 9 Punkte: Broc Nicol 0, Ryan Fisher 6, Billy Janniro 3, Luke Becker 0.

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