Deutschland jubelt: Sandro Cortese bei Premiere 3!

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM

Supersport-Neuling Sandro Cortese sorgte auf Phillip Island für den ersten deutschen Podestplatz in dieser Klasse seit 15 Jahren. «Es gab eine Chance auf den Sieg», hielt der Kallio-Yamaha-Pilot fest.

Phillip Island und Sandro Cortese ist eine Liebesgeschichte, die lange zurückreicht. Auf der Insel im Süden Australiens gewann der Schwabe 2011 auf der 125er und im Jahr darauf in der Moto3-WM, auch seinen letzten Podestplatz im GP-Sport holte er 2016 in der Moto2-Klasse hier.

Mit Rang 3 in der Supersport-WM schaffte es Cortese bereits in der vierten Rennklasse auf dem Phillip Island Circuit aufs Podium. Zu Weltmeister Lucas Mahias fehlten im Ziel nur 1,517 sec. Dessen Kollege aus dem Yamaha-Werksteam, Federico Caricasulo, beschleunigte der 28-Jährige aus der letzten Kurve hinaus aus und schlug ihn um winzige 0,039 sec.

Das ist der erste Podestplatz in der Supersport-WM für einen Deutschen seit 15 Jahren, den letzten eroberte Christian Kellner 2003 im japanischen Sugo als Sieger.

Viel zu viel Drehzahl

Nach einem Sturz von Hannes Soomer und Michael Canducci wurde das Rennen im ersten Versuch abgebrochen und anschließend über die Minidistanz von neun Runden neu gestartet.

Cortese, nach Platz 4 in der Superpole von der Rennleitung wegen «gefährlicher Fahrweise» auf Startplatz 7 strafversetzt, verpatzte bei beiden Anläufen den Start.

«Ich habe mir das Rennen mit meinem schlechten Start selbst schwergemacht», erzählte er SPEEDWEEK.com. «Mit der Moto2-Honda musste ich den Motor immer auf 13.000 bis 14.000/min hochdrehen und die Kupplung loslassen, mit der Yamaha ist es eher Gang einlegen und losfahren. Ich drehte den Motor 3000/min zu hoch, dann kommst nicht mehr vom Fleck. Das war wohl das Adrenalin. Selbst die Strafversetzung war am Ende des Tags egal, weil ich so schlecht gestartet bin.»

«Schade, dass das Rennen so kurz war. Drei oder vier Runden länger, dann wären wir an Mahias dran gewesen», meinte Cortese über sich und seinen alten Weggefährten Randy Krummenacher, der Zweiter wurde. «Es gab eine kleine Chance auf den Sieg. Für die Saison ist das aber eine optimale Basis. Mein einziges Manko war der schlechte Start. Wäre ich als Achter ins Ziel gekommen und mir würden 8/10 sec pro Runde fehlen, dann wäre es schlimmer, als wenn man den Start vermasselt und sonst hätte gewinnen können.»

Der Yamaha-Pilot abschließend: «Ich konnte erst im Rennen das Maximum herausholen. Da merkst du erst, was du geübt und trainiert hast. Ich fuhr im Training nie unter 1:33,5 min und jetzt auf einen Schlag im Rennen eine halbe Sekunde schneller. Angefühlt hat es sich wie 1:34 min. Da sieht man mal, dass noch viel in mir steckt, dass ich das Motorrad noch besser kennenlernen muss. Dritter und die schnellste Rennrunde gefahren, ich kann zufrieden sein.»

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