Sandro Cortese: Sein Weg zum SSP-Weltmeister 2018

Von Kay Hettich
Supersport-WM
Sandro Cortese ist Supersport-Weltmeister 2018

Sandro Cortese ist Supersport-Weltmeister 2018

Spannender und dramatischer hätten die Voraussetzungen für die Entscheidung der Supersport-WM 2018 in Doha/Katar nicht sein können, doch Sandro Cortese behielt die Nerven und krönte sich nach 2012 wieder zum Weltmeister.

Sandro Cortese ebnete sich über die IDM 125 in den Jahren 2003/2004 den Weg auf die internationale Bühne. 2005 debütierte der Italo-Schwabe mit dem Kiefer-Team in der 125er-WM; seine erste Saison beendete er mit überschaubaren 8 Punkten als 26. Im Caffe Latte-Team fuhr Cortese 2008 seine erste schnelle Rennrunde, 2009 im Ajo-Team folgte in Katar als Dritter das erste Podium. Fortan zählte der heute 28-Jährige zu den etablierten Piloten.

Den endgültigen Durchbruch schaffte Cortese 2012 im Red Bull KTM Ajo Team, als er mit fünf Siegen und 15 Podestplätze Moto3-Weltmeister wurde. Der darauf folgende Aufstieg in die Moto2 erwies sich schwierig. Nach fünf Jahren mit nur drei Podestplätzen war der Deutsche als Bruchpilot verschrien.

In der Supersport-WM 2018 hat sich Cortese bereits in seiner Rookie-Saison mehr als rehabilitiert. Alle zwölf WM-Rennen beendete er in den Top-6, das Rennen in Portimão sogar nach einem Sturz. In Aragón holte der Berkheimer den ersten Sieg in der Supersport-WM, dazu gewann er in Donington Park. Bis Katar erreichte er vier zweite Plätze und zwei dritte Plätze sowie drei Pole-Position – dabei unterschrieb Cortese erst wenige Tage vor dem ersten Test beim bescheidenen Kallio-Team.

Das Saisonfinale in Katar hätte kaum dramatischer Verlaufen können und wurde durch die CAS-Entscheidung noch einmal aufgeheizt. Bei einem Sieg seines Yamaha-Markenkollegen Jules Cluzel wäre der Franzose Weltmeister geworden, Cortese musste Cluzel in jedem Fall kontrollieren, denn der hatte die meisten Siege eingefahren (fünf).

Im nach einem Wetterchaos auf zwölf Runden gekürzte Rennen stand der WM-Kampf zwischen den beiden dominierenden Yamaha-Piloten der Saison von Anfang an im Mittelpunkt. Sowohl Cluzel als auch Cortese führten das Rennen zeitweise an. Von den Positionskämpfen profitierte der drittplatzierte Lucas Mahias, der sich zuerst mit der Zuschauerrolle begnügte. Als Cluzel und Cortese eine weite Linie fuhren, schlüpfte Vorjahressieger Mahias durch und gewann das Saisonfinale.

Cluzel konnte bei diesem Stand nur noch auf einen Ausfall des Deutschen hoffen. Cluzel attackierte, aber Cortese nahm die Herausforderung an und hielt seinen Yamaha-Markenkollegen bis in die letzte Runde hinter sich. Wenige Kurven vor dem Zielstrich stürzte Cluzel, dem offensichtlich die Nerven durchgingen.

Mit einem hart herausgefahrenen zweiten Platz krönte sich Cortese zum Supersport-Weltmeister – 18 Jahre nach Jörg Teuchert, der zuvor als einziger Deutscher die 600er-WM gewinnen konnte.

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