Krummis Team wehrt sich gegen Verschwörungs-Theorien

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Randy Krummenacher (Mitte)

Randy Krummenacher (Mitte)

Supersport-WM-Leader Randy Krummenacher hatte in Argentinien eine langsame Yamaha und ließ seinem Frust anschließend freien Lauf. Teamchef Fabio Evangelista wehrt sich gegen die Vorwürfe des Schweizers.

Randy Krummenacher kämpfte auf dem San Juan Villicum Circuit in Argentinien am Sonntag mit stumpfen Waffen. Der WM-Leader aus der Schweiz war zu keinem Zeitpunkt in der Lage, aus eigener Kraft aufs Podium zu fahren. Er kam als Siebter und mit 7,066 sec Rückstand auf Sieger Jules Cluzel (GMT94 Yamaha) ins Ziel, sein Vorsprung in der Gesamtwertung ist vor dem letzten Rennen in Katar auf acht Punkte geschmolzen.

Obwohl er für das Rennen von seinem Team Bardahl Evan Bros einen neuen R6-Motor bekam, war er auf der langen Bergauf-Geraden gegen seine Gegner chancenlos.

Zwischen den Zeilen sagte Krummenacher nach dem Rennen in Interviews, dass sein Team Federico Caricasulo zum Weltmeister machen wolle. «Es ist offensichtlich, dass sich das Team mehr freut, wenn er gewinnt», meinte der 29-Jährige zu SPEEDWEEK.com. «Ich habe das lange für mich behalten, jetzt ist es raus und ich fühle mich besser.»

Teamchef Fabio Evangelista lassen die Beschuldigungen nicht kalt, er nahm umgehend Stellung. «Die schwerwiegenden Vorwürfe von Randy sind unbegründet und kamen unerwartet», teilte der Italiener mit. «Wir möchten unterstreichen, dass es innerhalb des Teams nie einen Favoriten gab, weder in diesem Rennen noch in vorhergehenden. Uns ist bewusst, unter welchem Druck Randy vergangenes Wochenende stand, wenn man bedenkt, um was es geht. Die Vorwürfe können wir nur entschieden zurückweisen. Unser Team kann es sich nicht leisten, die beiden Fahrer unterschiedlich zu behandeln, weil wir gegen andere Teams und Fahrer um den WM-Titel kämpfen. Wir wollen sicherstellen, dass unsere Fahrer die WM-Wertung anführen können, ohne den einen dem anderen vorzuziehen.»

«Sofortige Untersuchungen nach dem Rennen haben ergeben», so Evangelista, «dass der durchschnittliche Geschwindigkeitsunterschied zwischen Caricasulo und Krummenacher 2 oder 3 km/h betrug. Caricasulo war auch schon bei anderen Gelegenheiten aus verschiedenen Gründen der Schnellere, etwa wegen des Gewichts und der Aerodynamik. Wir haben den Speed von Randy auch mit jenem von Cluzel verglichen, dem Sieger des Rennens am Sonntag, und die Leistung der Motoren war sehr ähnlich – obwohl es auch zwischen diesen beiden Fahrern einen deutlichen Gewichtsunterschied gibt. Wir möchten noch einmal bekräftigen, dass Krummenachers Beschuldigungen völlig unbegründet sind. Wir werden in den kommenden Tagen alle am Wochenende gesammelten Daten eingehend analysieren, um ein noch eindeutigeres Bild von den Geschehnissen zu bekommen. Wir hoffen, das Problem so schnell wie möglich zu lösen und weitere Beweise erbringen zu können, dass wir in bestem Glauben gehandelt haben.»

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