Supersport-WM

Kiefer über Yamaha-Preise: «Günstiger als Moto2»

Von - 03.12.2019 13:55

Der deutsche Supersport-WM-Teamchef Jochen Kiefer war am Montag zu produktiven Gesprächen bei Yamaha Austria. Im Januar testen Lukas Tulovic und Thomas Gradinger erstmals mit der R6.

Jochen Kiefer war mit Crew-Chief Toni Gruschka am Montag auf Stippvisite in der Südsteiermark, wo man wichtige Gespräche mit Yamaha Austria (YART) führte. Am Abend stand fest: Kiefer Racing wird 2020 im Debütjahr in der Supersport-WM von YART aufgebaute Yamaha R6 einsetzen.

«Wir haben geschaut, wann wir die ersten Bikes bekommen und was wir schon selbst machen können», berichtete Jochen Kiefer und atmete durch. «Es war ein guter Tag. Mit den ersten beiden Motorrädern können wir dann schon testen, Ersatzteile habe ich bereits. Es geht nicht schneller, weil wir das Okay erst spät bekommen haben. Im Januar können wir dann in Jerez und Portimao testen.»

Kiefer weiter: «Mein Eindruck ist sehr gut. Der Auftritt von YART ist unheimlich gut. Die Ersatzteilversorgung ist super, wir sind in guten Händen. Es gibt bei den Jungs nur zwei Modelle und sie verzetteln sich damit nicht. Sie wissen genau, worüber sie reden. Man merkt, dass da ein Werk dahintersteht. Ich bin sehr beeindruckt.»

Zum Preis des Pakets sagte Kiefer mit Galgenhumor: «Klar ist es immer zu teuer. Nein, aber Spaß beiseite, es ist gegenüber der Moto2 noch günstig. Mit Mandy Kainz kann ich deutsch sprechen, das ist ein großer Vorteil. Er redet auch nicht viel um den heißen Brei herum, das ist gut so.»

Zu den technischen Spezifikationen bemerkte Kiefer: «Ich hätte zwei Auspuff-Hersteller, die mich unterstützen würden. Das entscheide ich aber erst, wenn ich auf dem Prüfstand Vergleiche gemacht habe. Vorerst bleiben die Teile von Akrapovic dran. Wenn wir einfach irgendwas raufschrauben, könnten wir uns gleich schon einen Nachteil einhandeln.»

YART-Boss Kainz kommentierte: «Es waren gute Gespräche. Wir werden dem Kiefer-Team zwei R6-Motorräder auf WM-Standard fertigmachen. Ende Januar folgen dann zwei weitere Motorräder. Das Team wird selbst mit Toni Gruschka weitere Tuning-Maßnahmen treffen und kann uns jederzeit konsultieren.»

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Jochen Kiefer, links neben Fahrer Lukas Tulovic: 2020 mit Yamaha © Gold & Goose Jochen Kiefer, links neben Fahrer Lukas Tulovic: 2020 mit Yamaha

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