Unbegründete Angst: Ducati V2 war nicht unbesiegbar

Von Ivo Schützbach
Als einziger der im Vorjahr involvierten fünf Hersteller konnte Ducati kein Rennen in der Supersport-WM gewinnen. Die Panigale V2 wurde vom Motorrad-Weltverband FIM sehr vorsichtig eingestuft.

Yamaha räumte auch in der Supersport-WM 2022 alles ab und ist seit 2017 ungeschlagen. Doch die neu eingeführte Balance-Regel hat sich auf Anhieb bewährt und trug dazu bei, dass auch Kawasaki, MV Agusta und Triumph jeweils ein Rennen gewannen.

Ausgerechnet mit der vor der Saison teilweise als «unbesiegbar» bezeichneten Ducati Panigale V2 wurde kein Sieg errungen.

Der WM-Vierte Nicolo Bulega preschte in 24 Rennen neunmal aufs Podium, der WM-Fünfte Federico Caricasulo fünfmal und der WM-Neunte Raffaele De Rosa steuerte weitere drei Podestplätze bei. Der Speed für Siege war da, doch Ausfälle und Stürze verhinderten diese.

Am 8. Februar präsentiert das Team Aruba.it Ducati in Bergamo sein Supersport-Programm für dieses Jahr, Fahrer ist erneut Bulega.

Für Ducati steht fest: Nach dem Gewinn der MotoGP- und Superbike-WM im Vorjahr soll 2023 auch der Supersport-Titel nach Bologna geholt werden.

«Für uns ist es gut, dass wir Motorräder in dieser Serie haben», betonte Ducatis Sportdirektor Paolo Ciabatti im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Das gibt uns die Möglichkeit, mehr Teams zu haben und mehr Fahrer auf einer Ducati zu sehen. Und wer weiß, vielleicht sehen wir einen von ihnen in der Zukunft auf einem Superbike – im Werksteam oder bei einem unserer Satelliten-Teams. Es hat sich gezeigt, dass Supersport eine gute Schule ist, Aegerter und Baldassarri sind für diese Saison aufgestiegen».

«Noch haben wir nicht ein Rennen gewonnen», bemerkte der Manager. «Wir waren nahe dran, aber es sollte nicht sein. Das war etwas enttäuschend für uns – vielleicht gab es zu Beginn der Saison noch leichte Schwierigkeiten mit der Balance-Regel. Es gab die Befürchtung, dass die New-Generation-Bikes einen Vorteil haben würden, also wurden sie auf der sicheren Seite eingestuft.»

Unter «New-Generation» versteht man jene Motorräder, die mehr Hubraum haben, als bis zur Saison 2022 in der Supersport-WM erlaubt war. Im Vorjahr waren das die Zweizylinder-Ducati mit 955 ccm, die Dreizylinder-MV-Agusta mit 800 ccm und die Triumph mit ebenfalls drei Zylindern und 765 ccm.

2023 kommt Honda als sechster Hersteller hinzu, setzt aber eine traditionelle Vierzylinder-Maschine mit 600 ccm ein, wie es auch Yamaha und Kawasaki tun.

«Inzwischen sind wir auf einem Level mit den Mitbewerbern eingestuft», meint Ciabatti. «Wir haben die Italienische und US-Meisterschaft gewonnen, das war gut.»


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