Imola-Desaster für Randy Krummenacher: Startverbot!

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Randy Krummenacher war zum Neustart nicht zugelassen

Randy Krummenacher war zum Neustart nicht zugelassen

Nach Sturz von Christian Gamarino wurde das Supersport-WM-Rennen in Imola abgebrochen. Für den Neustart erhielt Randy Krummenacher Startverbot, weil seine Kawasaki zuvor Flüssigkeit verloren hat.

Eineinhalb Runden lang zeigte die Rennleitung Randy Krummenacher die schwarze Flagge mit orangem Kreis an. In Verbindung mit der Startnummer des Fahrers bedeutet diese, dass er ein technisches Problem hat und sofort stoppen muss. Im Fall von Krummis Kawasaki war Rauch der Grund.

Zur gleichen Zeit stürzte Christian Gamarino. Weil sein Motorrad auf der Strecke lag, wurde das Rennen abgebrochen. Anschließend spielten sich vor der Kawasaki-Puccetti-Box dramatische Szenen ab, die Rennleitung teilte Krummenacher mit, dass er für den Neustart nicht zugelassen ist.

Scott Smart, der technische Delegierte des Motorrad-Weltverbands FIM, erklärte: «Die Rennleitung entschied, dass Krummenachers Motorrad für ihn und andere Fahrer eine Gefahr darstellt. Deshalb zeigten sie ihm die Flaggen.»

Krummi lag zum Zeitpunkt des Problems hinter Jules Cluzel (MV Agusta) und Teamkollege Kenan Sofuoglu auf Rang 3. SPEEDWEEK.com schilderte der Schweizer die Situation aus seiner Sicht: «Ich habe kein Öl verloren, sondern Kühlwasser. Ich bin ein sehr sensitiver Fahrer, wenn etwas mit dem Bike nicht stimmt, dann merke ich das. Wenn das Bike nur einen Tropfen Öl verliert, dann rieche ich das. Das Motorrad lief sehr gut, ich roch kein Öl, ich blickte nach unten und sah keinen Rauch. Ich konnte nicht aufhören, mein Kopf sagte mir, dass das nicht geht. Als ich die schwarze Flagge zum ersten Mal sah, war sie ohne Startnummer. Eine halbe Runde später wurde sie mit meiner 21 angezeigt, deshalb schaute ich auf der Geraden nach, was los ist. Wenn du mit den zwei an der Spitze kämpfst und kein Problem mit dem Motorrad hast, dann sehe ich keinen Grund zu stoppen.»

«Hätte ich das Gefühl gehabt, dass ich die anderen Fahrer gefährde, hätte ich gestoppt», hielt Krummenacher fest. «Dem war aber nicht so, wegen mir ist niemand gestürzt. Nach dem Abbruch musste auch die Strecke nicht gereinigt werden. Ich verlor nur ein paar Tropfen Wasser. Aber ich akzeptiere die Entscheidung der Rennleitung.»

Hätte dein Motorrad trotz des Wasserverlusts die Renndistanz durchgestanden? «Auf jeden Fall, die Wassertemperatur war in Ordnung. Wenn ich spüre, dass es für andere oder mich gefährlich ist, dann fahre ich an die Seite. Aber es war alles gut.»

Krummi musste von der Box aus zusehen, wie Weltmeister Kenan Sofuoglu das Rennen gewann, ihm damit die WM-Führung abnahm und aus einem 10-Punkte-Rückstand einen 15-Punkte-Vorsprung machte.

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